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Wartewn auf "Big Al"

Die Wall Street wartet gespannt auf die Rede von Alan Greenspan vor dem US-Kongress. Um 16.00 Uhr MEZ wird der Notenbank-Chef einen Ausblick über die Entwicklung der US-Wirtschaft in diesem Jahr geben. Experten rechnen im laufenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von zwei bis 2,5 Prozent. Sie erhoffen sich von "Big Al" Kommentare zu den rückläufigen Geschäftsinvestitionen, steigenden Energiekosten und der sinkenden Kundenzufriedenheit Hinweise auf eine weitere Zinssenkung auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank am 20. März. Greenspan reduzierte die US-Leitzinsen in diesem Jahr in zwei Schritten bereits um 100 Basispunkte auf fünf Prozent.

Analysten rechnen zwar bereits mit einer weiteren Zinssenkung. Dennoch besteht das Risiko durch eine Serie von Zinssenkungen zwar die harte Landung der US-Wirtschaft zu verhindern, jedoch gleichzeitig wieder Inflationsängste auszulösen. Und wie schnell die US-Wirtschaft auf die Zinssenkungen im Januar reagierte, zeigen die am Morgen veröffentlichten Einzelhandelsdaten. Sie stiegen im vergangenen Monat um 0,7 Prozent. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.



Die Futures deuten am Morgen vor der Rede auf einen freundlichen Handelsstart. Sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 Future deuten trotz einiger Abstufungen gerade auf dem Technologiesektor auf einen freundlichen Handelsstart.



Während gestern die ersten Anleger die Kurse bei Technologieaktien zum Einstieg nutzten, pfeift Merrill Lynch heute zur Zurückhaltung. EMC, Intel und Cisco waren gestern gefragte Werte. Es sei noch zu früh, um nun einzusteigen, lauten die mahnenden Worte der Analysten. Sie stufen die Aktie von Cisco zwar langfristig mit "kaufen" ein, empfehlen die Aktie jedoch zunächst nur zu "akkumulieren". Erst in 12 bis 18 Monaten sei das Marktumfeld wieder gut und ein Kurs bis zu 37 Dollar möglich. Eine ähnliche Empfehlung sprechen die Analysten für Cisco Konkurrenten Juniper Networks aus. Hier sehen die Experten ein Kursziel von 110 Dollar.



Weniger freundlich sieht es dagegen bei Analod Devices aus. Die Aktie des Chipherstellers wird von den Analysten von kurzfristig "akkumulieren" auf "neutral" abgestuft. Chiphersteller Texas Instrument hat auf so manchem Analystentreffen auch schon mal einen besseren Eindruck gemacht. Nach dem gestrigen Treffen reduziert Credit Suisse First Boston die Einstufung von "kaufen" auf "halten". Für Intel gilt das Gleiche.



Während es also auf dem Chip- und Infrastruktursektor rund geht, kämpft Pfizer am Morgen gegen den Stillstand. Die US-Gesundheitsbehörde hat den Pharmakonzern aufgefordert, die Tests für ein neues Medikament zunächst zu beenden, da bereits bei den Versuchstieren gefährliche Nebenwirkungen festgestellt worden seien. Das Medikament wird bereits am rund 1 000 Patienten gestestet.



Fröhlicher geht es dagegen bei Purchase Pro zu. Das B2B Unternehmen schreibt erstmals in seiner Firmengeschichte schwarze Zahlen. Statt eines prognostizierten Verlusts von einem Cents erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von elf Cents pro Aktie. Für gute Stimmung sorgt auch das Analystenurteil von Brokerhaus Lehman Brothers. Die Analysten stufen die Aktie nach wie vor auf "aggressiv kaufen" ein.

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