Warum Fußball-Länderspiele im April wie das heute gegen Rumänien wenig Sinn machen
Schweres Frühlingserwachen

Warum Fußball-Länderspiele im April wie das heute gegen Rumänien wenig Sinn machen.

BERLIN. Rudi Völlers Telefon bimmelte in den vergangenen zwei, drei Tagen auffällig selten. Das ist einigermaßen erstaunlich. Denn bisher stand das Handy des Teamchefs so gut wie nie still in den letzten Tagen vor dem obligatorischen Länderspieltermin Ende April. Die deutschen Nationalspieler waren in der Vergangenheit ziemlich erfinderisch, um diesen unliebsamen Termin zu umgehen. Diesmal aber sagten nur zwei Profis dem Teamchef ab. Das liegt nur daran, dass das Testspiel heute gegen Rumänien in Bukarest (19 Uhr, live im ZDF) das letzte ist vor der Nominierung des Kaders für die Europameisterschaft im Juni.

Nur Christian Wörns (Dortmund) und Christian Rahn (HSV) meldeten sich bei Rudi Völler krank. Vor einem Jahr erreichte die Zahl der Absagen einen neuen Höchststand. Mehr als elf Spieler hatten sich verletzt gemeldet. Vor allem die Nominierung Michael Hartmanns (Hertha) vor zwölf Monaten dokumentierte die Fragwürdigkeit des unglücklichen Länderspielzeitpunktes. Hartmann durfte spielen, weil gleich drei qualifiziertere Spieler seiner Position für das Duell gegen Serbien und Montenegro abgesagt hatten. Dem deutschen Kader gehörte damals kein Spieler des FC Bayern München an; in Ramelow, Frings und Klose waren nur drei Spieler dabei, die im WM-Finale von 2002 standen.

Der Länderspieltermin Ende April fällt mitten in die entscheidende Phase der Meisterschaft hinein. Deshalb neigen viele Spieler schneller dazu, ein leichtes Ziehen in der Muskulatur als eine schwere Verletzung zu deuten. Da mit diesem Phänomen auch andere Länder ihre Erfahrungen machten und sich beschwerten, hat der Weltverband Fifa beschlossen, dass es im April ab 2005 keine Länderspiele mehr geben wird.

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