Was Ausländern am Leben auf Zypern gefällt - und was sie nervt
„Im Winter ist hier nicht viel los - die Touristen fehlen“

November war es, als Anastasia zum ersten Mal nach Zypern kam. "In Regen und Kälte sind wir aus Frankfurt losgeflogen, und in Larnaka war es noch Sommer", erinnert sich die junge Griechin, die im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland kam und dort aufgewachsen ist. Seit 1992 lebt Anastasia, die Deutschland immer noch als "erste Heimat" betrachtet, mit ihrem zyprischen Mann in der Inselhauptstadt Nikosia.

NIKOSIA. "Wir standen damals vor der Wahl, nach Griechenland oder hierher zu gehen", erinnert sich Anastasia. "Vor allem wegen der besseren Arbeitsmarktsituation fiel die Wahl auf Zypern". Mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich nur rund 3 % hat die Insel seit über einem Jahrzehnt praktisch Vollbeschäftigung.

Löhne und Gehälter liegen, gemessen am Durchschnitt der anderen Beitrittsländer, in Zypern auf einem hohen Niveau. Eine Schreibkraft verdient in der Privatwirtschaft umgerechnet etwa 850 Euro, eine Chefsekretärin kann mit rund 1 500 Euro nach Hause gehen. Ein Gymnasiallehrer wird mit rund 2 800 Euro besoldet. Die Mieten sind vergleichsweise günstig. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung zahlt man in der Hauptstadt Nikosia etwa 600 bis 800 Euro, die Preise für Eigentumswohnungen dieser Größe beginnen bei etwa 120 000 Euro. Rund 80 % der Zyprer leben in den eigenen vier Wänden.

Von den knapp 770 000 Einwohnern der Insel Zypern sind etwa 25 000 Ausländer. Das milde Klima - selbst im Winter fällt das Thermometer selten unter die 15-Grad- Marke - lockt nicht nur Touristen sondern auch Pensionäre an, die auf Zypern ihren Lebensabend verbringen. Sie kommen überwiegend aus Großbritannien, zu dessen Kolonialreich die Insel bis 1960 gehörte.

Aber auch für jüngere Ausländerfamilien ist Zypern attraktiv. Das Angebot an guten Privatschulen ist groß. Eine deutsche Lehranstalt ist zwar nicht darunter. Deutsch als Fremdsprache wird jedoch an den meisten Schulen angeboten.

Seite 1:

„Im Winter ist hier nicht viel los - die Touristen fehlen“

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%