Was bei Outsourcing-Verträgen zu bedenken ist
Zu Beginn schon das mögliche Ende regeln

Nur selten werden bei Outourcing Verträgen neben technischen und kaufmännischen Details die heiklen Themen bedacht: Fragen des Personals und der möglichen Beendigung der Zusammenarbeit sollten aber früh offen auf den Tisch kommen.

Erster Tipp: Es ist üblich, eine Mitarbeiterliste aufzustellen und dem Vertrag beizufügen. Sie sollte den Übergang der Arbeitsverhältnisse auf den Outsourcing-Partner regeln - einschließlich der Risikoverteilung bei einem Widerspruch gegen einen Betriebsübergang. Jeder Verhandlungspartner sollte seine Interessen offen legen: Ist es eine Voraussetzung, dass alle - oder keine - Mitarbeiter übergehen? Was soll im Falle eines Personalabbaus beim Outsourcing-Partner gelten?

Der zweite Ratschlag: Sichern Sie sich ab, dass der Partner wirklich nahtlosen Service bietet. Dazu gehören klare Vorgaben im Vertrag hinsichtlich der Weiterbeschäftigung von Schlüsselmitarbeitern. Auch Regelungen über Verfügbarkeit, langfristige Einsatzbereitschaft und eine attraktive Gehaltsentwicklung für solche Schlüsselkräfte sind für den Erfolg des Projektes wichtig.

Der dritte Rat betrifft die Kündigung, um bei einer Rückübertragung von ausgelagerten Leistungen Reibungsverluste zu vermeiden: Es muss vorher klar sein, was passiert, wenn Schlüsselmitarbeiter ausgetauscht wurden oder einer Rückkehr widersprechen, weil sie beim Outsourcing-Partner bleiben wollen. Zu klären ist auch, wie mit Hardware zu verfahren ist: Zu welchem Wert darf oder muss der Kunde sie übernehmen? Häufiger Streitpunkt ist die auch Verwendung von Software des Dienstleisters. Fazit: Nur eine detaillierte Notfall-Lösung erlaubt eine freie Entscheidung über Ende oder Fortsetzung eines Outsourcing-Vertrags.

Burkard Göpfert und Stefan Weidert sind Anwälte in der Kanzlei Gleiss Lutz.

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