Was die Parteien sagen
Familienpolitik: Da kennt die Union keine Zwänge

Wenn es um Familien geht, kennen CDU und CSU kaum finanzielle Zwänge. Nicht weniger als 24 Mrd. Euro wollen sie über ein neues Familiengeld und weitere steuerliche Begünstigungen an Eltern mit Kindern ausschütten, falls sie die Wahl gewinnen: Für jedes Kind bis zum Alter von drei Jahren soll es 600 Euro pro Jahr geben, bis zum 18. Lebensjahr dann 300 Euro pro Kind und Jahr, für Volljährige in der Ausbildung noch 150 Euro.

dc DÜSSELDORF. Bei einem Anteil von fünf Prozent am Sozialbudget werde das Programm mit Umschichtungen zu realisieren sein, glaubt die Union. Auch die FDP schöpft aus dem Vollen: Sie will den steuerlichen Grundfreibetrag von künftig 7 500 Euro nicht mehr nur Erwachsenen, sondern auch für jedes Kind gewähren. Im Interesse von Niedrigverdienern will sie zudem das Kindergeld von 150 auf 200 Euro erhöhen.

Dagegen wirken die Pläne von SPD und Grünen bescheiden. Die SPD rühmt sich, das Kindergeld seit 1998 bereits um 40 auf 150 Euro erhöht zu haben und stellt "mittelfristig" 200 Euro in Aussicht. Weitere Ansatzpunkte sind für sie "anspruchsvolle, verlässliche Angebote" zur Kinderbetreuung, Ganztagsschulen und eine familienfreundliche Arbeitswelt.

Ähnliches vertritt die Union, wenn sie "familiengerechte Jobs statt jobgerechter Familien" fordert. Die Grünen wollen neben besseren Betreuungsangeboten eine Grundsicherung gegen Kinderarmut. Nur SPD und Grüne ziehen zur Finanzierung ihrer Pläne eine Abschaffung des Ehegattensplittings bei der Einkommensteuer in Betracht.

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