Was die Parteien sagen
Im Grundsatz herrscht Einigkeit

Gemessen an der Rhetorik ihrer Programme trennen SPD und CDU/CSU in der Rentenpolitik Welten: "Wir haben mit der Rentenreform einen großen Schritt getan, die Alterssicherung langfristig zu stabilisieren", rühmen sich die Sozialdemokraten. "Die rot-grüne Rentenreform wird keinen Bestand haben, denn sie ist auf dem trügerischen Fundament unehrlicher Zahlen gegründet", klagt die Union an.

dc DÜSSELDORF. Im Grundsatz besteht aber Einigkeit darüber, dass die per Umlageverfahren finanzierte gesetzliche Rente nur noch im zusammen mit wachsenden Anteilen kapitalgedeckter Vorsorge einen auskömmlichen Lebensstandard im Alter sichern kann. Beide meinen auch, dass das tatsächliche Renteneintrittsalter von derzeit durchschnittlich 59 Jahren steigen muss, wenn die finanzielle Balance zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern bei der gesetzlichen Rentenversicherung gewahrt bleiben soll.

SPD und Grüne hoffen, mit ihrer Reform den Beitragssatz langfristig auf höchstens 22 % des Bruttolohns begrenzt und damit den Anstieg der Lohnnebenkosten gedämpft zu haben. Die Union bezweifelt das und hält, ähnlich der FDP, weiterhin eine "neue Balance" zu Gunsten mehr betrieblicher Alterssicherung und Privatvorsorge für nötig. Dazu strebt sie unter anderem eine "weitgehende Flexibilisierung des Betriebsrentengesetzes" an. Die staatliche Förderung der Vorsorge in privater Verantwortung soll nach ihrem Willen unbürokratischer werden.

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