Was die Parteien sagen
Nachhaltigkeit ist kein grünes Thema

Die Nachhaltigkeit, sollte man meinen, sei ein Kernthema der Grünen. Doch sonderlich viel Platz widmen sie diesem Feld der Politik in ihrem Programm nicht. Freilich kann der gesamte Text angesichts der Ausrichtung auf die Ökologie als Aufruf zur Nachhaltigkeit gelten.

ew DÜSSELDORF. Dezidiert greift die Partei das Thema jedoch kaum auf, und wenn, dann eher visionär: "Unsere Politik der Nachhaltigkeit beugt internationalen Konflikten um die Ressourcen unserer Erde vor."

Nachhaltigkeit sei ein Prinzip der Gerechtigkeit, befindet die FDP. Jede Generation sei verpflichtet, ihre Erben nicht durch Verbindlichkeiten und Verschwendung zu belasten. Freilich vertraut sie bei all dem bevorzugt dem Markt: "Soziale Marktwirtschaft ist ökologisch", formulieren die Liberalen forsch.

Zumindest quantitativ geben die Sozialdemokraten dem Thema den größten Raum. So proklamiert die SPD in ihrem Regierungsprogramm eine nationale Strategie der Nachhaltigkeit. Im Kleinen soll die Verpackungsverordnung geändert werden, im Großen die Abhängigkeit von Energieträgern sinken. Die Wasserversorgung zu liberalisieren, lehnt die SPD nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit ab.

Die Union versieht das Thema mit nur wenig Bedeutung. Nachhaltigkeit bleibt in ihrem Programm ein Schlagwort, das zuweilen und meist als Adjektiv eingestreut ist. Es helfe, ländliche Räume zu stärken: "Bei uns werden die deutschen Bäuerinnen und Bauern ... wieder den Respekt ... erfahren, den sie verdienen."

Die PDS schließlich streift das Thema nur und bezieht es bevorzugt auf Landwirtschaft und Agrarforschung.

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