Was kann man von Beratern erwarten?
Outplacement: Weiche Landung

Krisenfall Kündigung: Immer mehr Manager werden Opfer von Pleiten und Fusionen. Outplacement-Berater helfen, damit aus dem Kehraus kein Karriereknick wird.

DMEuro DÜSSELDORF. Trennungsbeistände haben Konjunktur. Anders als Karriereberatungen bleiben die Outplacement-Spezialisten an der Seite ihrer Klienten, bis diese einen neuen Job gefunden haben. Zum Erfolg werden die geschassten Manager in ein komplett eingerichtetes Trainings-Camp geschickt. So werden den Elite-Arbeitslosen nicht selten ein eigenes Büro mit Internet-Anschluss, Telefon und Sekretariat zur Verfügung gestellt. Von hier aus kann der Jobsuchende dann Stellenangebote durchforsten, Firmendaten recherchieren und Kontakte knüpfen.

Die Illusion von "Ins-Büro-gehen" ist aus psychologischen Gründen gewollt. Hier trifft der Schützling seinen Coach, kann an sich selbst arbeiten und kommt gar nicht erst in Versuchung, das süße Nichtstun zu pflegen.

Ob sich ein Einzel- oder Gruppen-Outplacement anbietet, entscheidet nicht zuletzt, wer zahlt. Noch übernehmen überwiegend Unternehmen die Kosten, doch die Zahl der privaten Klienten wächst.

Gedacht ist Outplacement als Mittel, um die Trennung eines Unternehmens von einer Führungskraft möglichst konfliktfrei und reibungslos über die Bühne gehen zu lassen. Outplacement-Berater kümmern sich in vielfältiger Weise um den geschassten Mitarbeiter, damit er möglichst schnell wieder eine adäquate Position bekleiden kann.

Im Idealfall wird der Berater schon vor dem Abschluss des Aufhebungsvertrages eingeschaltet. Die Beratung des Unternehmens bei den Trennungsmodalitäten ist jedoch ein heikles Geschäft, das mit viel Fingerspitzengefühl betrieben werden muss. Firmen, hat etwa Dr. Cornelia Riechers, selbstständige Outplacement-Beraterin aus Düsseldorf, in der Praxis erfahren, hoffen schon mal auf einen professionellen "Rausschmeisser". Jemanden, der den unangenehmsten Teil der Kündigung erledigt. Dazu sind Berater jedoch gar nicht befugt. "Unsere Aufgabe ist es vielmehr, im Hintergrund dafür zu sorgen, dass eine für beide Seiten faire Lösung zustande kommt", erklärt Riechers.

Schlichtungsbedarf kann hinsichtlich der Auflösungsverträge bestehen, die der "überflüssige" Mitarbeiter unterschreiben soll. Nicht wenige Unternehmen nutzen die Schocksituation aus und versuchen möglichst billig davon zu kommen. Auch hier muss der Berater von Fall zu Fall entscheiden, wieviel Ehrlichkeit beide Parteien vertragen können. "Wir versuchen gute Tipps zu geben, wenn Firma und Klient das wünschen." Riechers hält es für sehr wichtig, dass die Lösung für alle tragbar ist.

Es sollte darüber hinaus in beiderseitigem Interesse sein, dass die Beratung fruchtet. Deshalb sollte sich nicht nur das Unternehmen, das schließlich für die Dienstleistung bezahlt, sondern auch der Klient genau informieren. Welche Ausbildung, welcher berufliche Werdegang befähigt den Berater für sein Tun? Hat er eine psychologische Zusatzausbildung genossen? Kennt er die Tücken einer Bewerbungssituation aus Firmen-Sicht? Welchen Leistungsumfang darf der Klient erwarten? "Glauben Sie nicht, dass ein Berater Sie allein auf Grund seiner Kontakte vermitteln kann. Die Chance ist viel zu vage." Riechers drängt: "Man muss den Markt selbst aufrollen."



Eine Liste mit Outplacement-Beratern finden Sie bei DMEuro.com

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