Archiv
Was Rabattgesetz und Zugabeverordnung regeln sollen

dpa BERLIN. In Deutschland gilt seit 1933 ein Rabattgesetz. Damit ist das freie Aushandeln von Preisnachlässen verboten. Das Gesetz verpflichtet den Kaufmann nach dem Grundsatz der Preiswahrheit und-klarheit zu eindeutigen und klaren Preisangaben.

- Bei Barzahlung oder Zahlung durch Scheck oder Überweisung darf ein Preisnachlass von höchstens drei Prozent gewährt werden.

- Wird eine größere Warenmenge in einer Lieferung verkauft, darf der Kaufmann einen so genannten Mengennachlass gewähren.

- Höhere Rabatte können Personen gewährt werden, die die Ware oder Leistung gewerblich verwerten. Außerdem dürfen sie für den Eigenbedarf von Firmenangehörigen und deren Familien (Personalrabatt) oder Großverbrauchern gewährt werden.

- Verstöße gegen das Gesetz können mit Geldbußen bis zu 10 000 DM geahndet werden.

Die Zugabeverordnung regelt, welche Waren oder Dienstleistungen der Kunde unentgeltlich bekommen darf, wenn er eine andere Hauptware erworben hat. Das sind unter anderem:

- Reklamegegenstände von geringem Wert, die eine dauerhafte und sichtbare Kennzeichnung der reklametreibenden Firma tragen, etwa Kugelschreiber oder Luftballons.

- Kleinigkeiten, die unter einer DM wert sind.

- Handelsübliche Zubehörteile oder Nebenleistungen, etwa Scheibenwischen an der Tankstelle, nicht aber Wagenwäsche nach dem Tanken, ebenso wenig das Gravieren eines Füllfederhalters nach dem Kauf.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%