Was unbekannte Wachstumsregionen ausmacht
Besondere Kennzeichen: Viele

Heimlich, still und leise: So unterschiedlich sie im einzelnen auch sind - eines haben alle neun Regionen, diein der Handelsblatt-Serie "Stille Stars - Deutschlands unbekannte Wachstumsregionen" vorgestellt werden, gemeinsam: Sie haben mehr aus sich gemacht als die große Masse der deutschen Regionen.

Heimlich, still und leise: So unterschiedlich sie im einzelnen auch sind - eines haben alle neun Regionen, die ab Donnerstag in der Handelsblatt-Serie "Stille Stars - Deutschlands unbekannte Wachstumsregionen" vorgestellt werden, gemeinsam: Sie haben mehr aus sich gemacht als die große Masse der deutschen Regionen - unbemerkt von einer breiteren Öffentlichkeit und fast immer auch abseits der großen, erfolgreichen Ballungsräume um München, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Musterbeispiele: Die neun im Handelsblatt porträtierten Städte und Kreise stehen exemplarisch für eine Reihe anderer Städte und Landkreise, die in den vergangenen Jahren zu Wachstumsstandorten der zweiten Reihe aufgestiegen sind. Die "hidden champions" lassen sich grundsätzlich in vier verschiedene Kategorien einordnen:

Das Metropolen-Umland: Flächenkreise in der unmittelbaren Nähe deutscher Großstädte stellen eine Gruppe von stillen Stars - zum Beispiel Teltow-Fläming bei Berlin; die Landkreise München und Freising bei München sowie der Hochtaunus- und der Main-Taunus- Kreis bei Frankfurt am Main. Allerdings: Das Metropolen-Umland profitiert nicht automatisch von einer Großstadt - so gibt es im direkten Umfeld Hamburgs und Köln/Düsseldorfs wenig Glanz, sondern viel Mittelmaß. Ein Speckgürtel entsteht nur, wenn die Wirtschaftspolitik geschickt agiert - und Rahmenbedingungen schafft, die für Unternehmen und Pendler attraktiv sind.

Hochspezialisierte Provinz: Um überdurchschnittlich erfolgreich zu sein und gute Perspektiven zu haben, brauchen Flächenkreise umgekehrt nicht zwingend eine Metropole im Rücken. Das zeigen die Erfolgsgeschichten der Landkreise Bodensee, Vechta und Altötting. Alle drei haben es geschafft, eine historisch gewachsene Spezialisierung konsequent auszubauen und zu modernisieren. So entstand zum Beispiel in Vechta um die Landwirtschaft eine komplette Wertschöpfungskette vom Landmaschinenbauer über den Futtermittelhersteller bis hin zu Nahrungsmittelherstellern und speziellen Logistik-Firmen.



Rohstoff Wissen:

Trotz des teilweise beklagenswerten Zustands deutscher Hochschulen sind auch Universitäten und Forschungszentren ein Asset, mit dem Regionen wuchern können - vorausgesetzt, die Wissenschaftsbetriebe nehmen in ihrem Forschungszweig eine Spitzenposition ein. Mindestens genauso wichtig ist es, dass der Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft klappt. Musterbeispiele dafür sind Aachen, Darmstadt, Heidelberg, Ulm und Würzburg.

Die Krisenkünstler: Selbst Regionen, in denen ganze Industriezweige weggebrochen sind, können zum stillen Star avancieren - wenn sie den Strukturwandel annehmen und aktiv gestalten. Im Ruhrgebiet gilt dies vor allem für Dortmund - die Stadt besitzt daher weit bessere Perspektiven als die anderen Revierstädte. Auch Kaiserslautern, Jena und Dresden haben Strukturbrüche vorbildlich gemeistert.

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