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Was uns vom Wahlkampf bleibt...

Noch eine halbe Stunde, dann ist er überstanden, der Wahlkampf 2005. Was bleibt?

Noch eine halbe Stunde, dann ist er überstanden, der Wahlkampf 2005. Was bleibt? Zum Beispiel ein paar bemerkenswerte Texte...

Aber vorher noch Werbung in eigener Sache:
Morgen bei Indiskretion Ehrensache: Die Fotoreportage "Der Wahltag in der Redaktion Handelsblatt".



So, mal Finger hoch, wer ist traurig, dass der Wahlkampf jetzt vorbei ist? Dachte ich mir. Keiner.

Immerhin aber bleibt etwas positives: Noch nie wurde so umfangreich und so unterhaltsam-packend über den Wahlkampf an der Basis geschrieben. Zum Beispiel von Harald Martenstein. Der unterstütze für den "Tagesspiegel" nicht nur alle Parteien, sondern ging auch noch auf eine wunderschöne Wahlkampfreise (leider scheint es dafür keine n Komplettlink zu geben. Wer alle Teile lesen möchte: Bitte auf der "Tagesspiegel"-Seite "Archiv" anklicken und dann nach "Fahrtenschreiber" suchen).

Und natürlich gab es das Projekt, das in Sachen Weblogs den neuen Maßstab gesetzt hat: "Vier Wochen Deutschland". Eben so lange reiste Mario Sixtus für ZDF.de durch die Lande und schrieb über Wahlkämpfer und -umkämpfte - einfach grandios, gebt ihm alle Preise, die es gibt! Allein schon wegen solcher Passagen:

"Edmund Stoiber ist zweifellos der Meister des Versprechers, aber auch Gregor Gysi verspricht gerne, zwar nicht sich, dafür aber seinen Zuhörern eine Menge. Das kann er auch, denn -- um die gerade in Wahlkampfzeiten allseits beliebte Fußball-Metapher zu bemühen -- er bewirbt sich nicht um den Job des Bundestrainers, er will Chefkommentator werden. Er will sich beschweren, er will nö rgeln, er will alles besser wissen. Gregor Gysi will der Günter Netzer des Deutschen Bundestages werden."

Aber auch in ganz normalen, privaten Weblogs wurde es Tag für Tag politischer, und auch die Medienschelte wurde lauter. Sicher, den Wahlausgang hat die Weblog-Szene nicht maßgeblich beeinflusst, aber sie hat sich weiterentwickelt. Das Politische arbeitete sich Stück für Stück ins Private vor. Um schließlich zu münden, in ein paar sehr schönen Schilderungen des allgemeinen Wahlvorgangs, egal ob einfach per Foto, per Schilderung, oder per mehrteiligem Mehrteiler.

Ist das schon die neue Gegenöffentlichkeit? Nein. Aber es ist ein Schritt zu ihr hin.

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