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Was war, was kommt?

Was war, was kommt, was wird sein - wohin bewegen sich die Börsenbarometer? Weltbewegende Fragen. Antworten suchen New Yorks Finanzmanager mittlerweile eher in den Glückskeksen der vielen chinesischen Restaurants rund um die Wall Street als in den harten Fakten, die die Unternehmen im Moment präsentieren. Denn bei dem, was da in letzter Zeit vermeldet wird, kann man eigentlich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Ein überstrapaziertes Bild, aber es ist doch so. Es soll mal endlich jemand die Kerze anmachen, damit man das Ende des Tunnels sieht. Und wer weiß, vielleicht entsteht dann auch ein größeres Feuer, so dass sich alles ein wenig aufhellt. Aber mit Gewinnwarnungen aus der Chip- und Computerbranche, wie sie auch in dieser Woche wieder aufs Parkett schlugen, ist natürlich kaum ein Blumentopf zu gewinnen. Nun gut, so schlecht war die Woche auch nicht. Unterm Strich hat sich der Dow Jones-Index um vier Prozent verbessert, nachdem er in der Vorwoche in die Tiefe stürzte. Der Nasdaq Index blieb unverändert. Trotzdem gab es innerhalb der Woche wieder einmal einige Turbulenzen und die Technologiebörse ist immer noch auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren.

Immer mehr Leute verwalten ihre Termine und Adressen elektronisch. Das Notizbuch hat zwar nicht ausgedient, es rückt aber zusehends in den Hintergrund. Palm und Handspring sind die Profiteure dieser Entwicklung, sie sind Marktführer bei den kleinen Helfern, den Organizern, Handhelds, persönlichen digitalen Assistenten - kurz PDA. Bisher gingen die Geräte weg wie warme Semmeln, haufenweise lagen sie unter den Weihnachtsbäumen. Sie stemmten sich somit gegen den flauen Trend in der Computerindustrie. Nun aber ist auch hier ein Ende des grenzenlosen Wachstums in Sicht. Palm hat mit den vorgelegten Quartalszahlen zwar nicht enttäuscht, aber der Ausblick war das Sorgenkind. Man geht mit gedämpfter Stimmung in die nächsten Monate. Die Anleger trennten sich von der Palm-Aktie, die alleine an einem Tag die Hälfte an Wert verlor. Noch ein Hoffnungsträger, der hoffnungslos abstürzte.

Das Verbrauchervertrauen ist etwas gestiegen. An sich eine gute Nachricht, so geben die Konsumenten auch etwas mehr Geld aus und könnten der Wirtschaft etwas einheizen. Aber: Mit diesen Zahlen hat sich auch die Wahrscheinlichkeit wieder einmal verringert, dass Notenbankchef Alan Greenspan die Zinsen schnell noch einmal senken wird.

Der Dow Jones-Index steht bei 9879 und die Nasdaq bei 1840 Punkten.

In der kommenden Woche werden die Daten zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Dabei gehen Experten von einem leichten Anstieg von 4,2 auf 4,3 Prozent aus. Nachdem in den letzten Wochen so viele Unternehmen ihre Angestellten gefeuert haben, ist mit einer etwas höheren Arbeitslosenquote zu rechnen. Allerdings ist sie immer noch historisch betrachtet auf äußerst niedrigem Niveau.

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