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Was wird der Oktober bringen?

Der September ist seinem Ruf gerecht geworden. Es gilt als einer der schlechtesten Monate für die Börse und das war er schließlich auch. Die Euroschwäche, die Ölpreise und einige Gewinnwarnungen kosteten im vergangenen Monat Punkte.

Was wird der Oktober bringen? Die Ertagssaison beginnt, doch ein Teil der Vorfreude fiel den Gewinnwarnungen der vergangen Woche zum Opfer. Doch so dunkel sind die Aussichten nicht. Zwar warnten Apple, Intel, Caterpillar und andere Marktführer die Anleger vor schwächeren Quartalsergebnissen, doch Researchhaus I/B/E/S hält an seinen Erwartungen fest. Unterm Stich soll es sich um gute Quartalsergebnisse handeln. Denn trotz der Warnungen einiger Big Player sind die Gewinnschätzungen für den S&P 500 Index um nur einen Cent auf 14,17 Dollar reduziert worden.



Vor Handelsbeginn stehen die Futures im Plus. Computeraktie Apple kann vorbörslich an Wert zulegen, nachdem der Titel vergangenen Woche nach einer Gewinnwarnung herbe Verluste einstecken musste. Auch für Intel geht es wieder bergauf. Der weltgrößte Chiphersteller ist auf seinem momentanen Niveau für die Anleger attraktiv. Der Wert hatte in den vergangenen sieben Handelstagen über 34 Prozent an Wert verloren. Der S&P 500 Future notiert mit sechs Punkten in der Gewinnzone. Der Nasdaq Index kletterte 34 Punkte in den grünen Bereich.



Boeing

dürfte am Morgen unter schlechten Analystenkommentaren leiden. Brokerhaus Lehman Brothers stufte den Flugzeughersteller auf "halten" ab. Nach den Kurssteigerungen der vergangen Wochen habe die Aktie ein angemessenes Kursniveau erreicht. Gewinnerwartungen seien ausreichend reflektiert. Bewegung dürfte es auch bei Oracle und Microsoft geben. Goldman Sachs wird heute um 19.30 MEZ sein Update zur Softwaresparte präsentieren.



Interessant bleibt der Biotechnologiesektor. Biogen wird am 10. Oktober die Saison der Quartalsergebnisse des Sektors eröffnen. Spannend wird es, da der schache Euro auch hier Umsatzzuwächse habe schmälern können, so Goldman Sachs. Neben Biogen hätten auch Amgen und Chiron Einbußen zu fürchten. Die Analysten halten jedoch für diese Werte an den Gewinnschätzungen fest. Einzig MedImmune dürfte unter einer Abstufung leiden. Die Analysten reduzierten die Erwartungen für das dritte Quartal von fünf Cents auf zwei Cents.



Von einem Großauftrag dürfte Nortel zum Wochenenanfang profitieren. Der weltgrößte Hersteller von Glasfasertechnologie hat den englischen Telekommunikationskonzern Cable & Wireless als langfristigen Kunden gewonnen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 1,4 Milliarden Dollar, die Auftragsdauer auf zehn Jahre.



Die Serie der Konsolidierung auf dem amerikanischen Bankenmarkt geht weiter. FleetBoston gab bekannt, Konkurrenten Summit Bancorp zu kaufen. Sieben Millionen Dollar in Aktien bietet Fleet Boston, um im dritt reichsten US-Staat New Jersey zu expandieren. Das Angebot beträgt 16 Prozent mehr als Summits Kurs zum Börsenschluss am Freitag. Durch die Akquisition wird Fleet Boston zur größten Bank New Jerseys und zudem in den Staat Pennsylvania vordringen. Bislang besaß Fleet dort noch keine Kunden. Die Anleger scheinen den Kauf zu begrüßen. Schon vorbörslich steigt der Kurs.



Konsolidierung findet auch unter den Chipherstellern statt. ASM Lithography kauft Silicon Valley Group für 1,6 Milliarden Dollar. Das sind 60 Prozent höher als der Schlusspreis am Freitag. Nach Intels Gewinnwarnungschock geht es für den Halbleiterbereich wieder etwas nach oben. Intel, Applied Materials und auch Novellus konnten derweil wieder etwas zugelegen. Am Besten schneidet Chiphersteller Texas Instruments ab. Der weltgrößte Chiphersteller für Mobiltelefone hat in China, dem zweitgrößten Handymark der Welt, einen Riesen-Coup gelandet. TI beliefert jetzt vier chinesische Handyhersteller mit Chips und Software.

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