Wasserball Olympia
Wasserballer haben K.o.-Runde wieder im Visier

Die deutschen Wasserballer haben Italien mit 8:7 (2:1, 3:1, 0:2, 3:3) besiegt. Die K.o.-Runde liegt für die Deutschen vor dem letzten Spiel gegen die USA damit in greifbarer Nähe.

Die deutschen Wasserballer dürfen von der ersten olympischen Medaille seit 1984 träumen. Nach dem 8:7 (2:1, 3:1, 0: 2, 3:3)-Zittersieg gegen Angstgegner Italien steht die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm vor einem Gruppen-Endspiel gegen die USA um den Einzug in die K.o.-Runde. "Wir haben unsere Aufenthaltserlaubnis im Olympischen Dorf um zwei Tage verlängert. Jetzt ist alles möglich, wir haben alles selbst in der Hand", sagte der Coach.

Ein Sieg gegen das US-Team, und der so wichtige dritte Platz in Gruppe B wäre gesichert. Die Chancen auf das Weiterkommen sieht Stamm bei 50:50: "Wir sind auf Augenhöhe mit den Amerikanern. Wir spielen um den Einzug in die Medaillenrunde. Das war unser großes Ziel."

Die beste Mannschaft jeder Gruppe qualifiziert sich direkt für das Halbfinale. Die Zweit- und Drittplatzierten spielen überkreuz jeweils zwei weitere Halbfinalisten aus. Deutschland liegt mit 4:4 Punkten auf Platz vier direkt hinter den USA.

Der Optimismus ist groß, nachdem sich die Mannschaft gegen die Italiener im Vergleich zur Kroatien-Pleite (5:13) deutlich gesteigert hatte und erstmals bei Olympischen Spielen gegen die Squadra Azzurra gewann. "Das war unser bestes Spiel. Wir haben taktisch alles erfüllt, was uns der Trainer vorgegeben hat", sagte der zweifache Torschütze Thomas Schertwitis.

Schlussmann Tchigir überragend

Matchwinner war wieder einmal der überragende Schlussmann Alexander Tchigir, der mit tollen Paraden und einem gehaltenen Viermeter den Sieg festhielt. "Wenn wir Alexander konservieren könnten und er noch acht Jahre weiterspielen würde, wäre uns sehr geholfen", lobte Stamm den 39 Jahre alten Routinier, und Schertwitis ergänzte: "Das Tor war bei ihm wieder einmal vernagelt."

Ein überragender Tchigir war auch dringend notwendig, denn am Ende ging der deutschen Mannschaft nach einer 8:5-Führung die Luft aus. "Das war unnötig. Wir hatten viele leichtfertige Ballverluste. Wir können noch besser spielen", monierte Stamm.

Gegen Italien hatte auch für Tobias Kreuzmann das lange Warten auf den ersten Turniertreffer ein Ende. Der 27-Jährige trug sich ebenso wie Florian Naroska, Moritz Oeler, Marko Savic, Andreas Schlotterbeck und Marko Stamm in die Schützenliste ein. Einzig Heiko Nossek hat noch Ladehemmung. "Er hat sich alle Tore für das Spiel gegen die USA aufgehoben", so Stamm.

© SID

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