Wasserstein-Aktionäre erhalten 30,5 Mill. Dresdner-Aktien
Dresdner kauft Wasserstein für 1,369 Mrd. Dollar

Gemeinsam nehmen die Unternehmen weltweit den sechsten Platz im Merger & Akquisition-Geschäft ein.

ap FRANKFURT AM MAIN. Für rund drei Mrd. DM übernimmt die Dresdner Bank die US-Investmentbank Wasserstein Perella. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 18. September unterzeichnet, wie das Bankhaus heute in Frankfurt am Main mitteilte. Damit stärkt das Kreditinstitut sein Investmentbank-Geschäft und verschafft sich Zutritt zum lukrativen US-Markt. Ziel sei, mit der Dresdner Kleinwort Benson eine erstklassige Investmentbank zu schaffen, die künftig Dresdner Kleinwort Wasserstein heißen werde.

Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz erklärte, Dresdner Kleinwort Benson und Wasserstein Perella passten perfekt zueinander.

Wasserstein Perella sei eine renommierte US-Investmentbank, die im Merger & Akquistion-Geschäft in den USA über eine führende Marktstellung verfüge. Das Unternehmen beschäftige mehr als 550 Mitarbeiter in sechs Büros in den USA und an Finanzplätzen in Europa. Für dieses Jahr erwarte das Unternehmen mit Erträgen von rund 400 Mill. Dollar (etwa 915 Mill. DM) das beste Geschäftsjahr in seiner Geschichte. In der Vergangenheit habe das jährliche Ertragswachstum rund 30 % betragen. Unter anderem beriet Wasserstein Perella Time Warner im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von AOL. Dresdner Kleinwort Benson lag den Angaben zufolge im ersten Halbjahr gemessen am Transaktionsvolumen auf Platz sieben bei der Beratung europäischer Merger & Akquisition. Unter anderem beriet die Investmentbank die Deutsche Telekom bei ihrem Angebot für Voicestream.

Gemeisam hätten die Unternehmen in den ersten acht Monaten weltweit den sechsten Platz im Merger & Akquisition-Geschäft eingenommen mit einem Transaktionsvolumen von rund 427 Mrd. Dollar.

Die Aktionäre von Wasserstein Perella sollen den Angaben zufolge 30,5 Mill. Stück neuer Dresdner Bank-Aktien erhalten. Dies entspreche auf Basis eines Zehn-Tage Kursdurchschnitts einem Kaufpreis in Höhe von 1,369 Mrd. Dollar (1,569 Mrd. Euro, 3,13 Mrd. DM). Der Aufsichtsrat der Dresdner Bank muss dem Deal auf seiner Sitzung am 20. September noch zustimmen. Auch die Kartellbehörden müssen das Vorhaben noch billigen.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%