Wasserstoff spielt entscheidende Rolle
Zellen-Euphorie in Hannover

Experten sind sich einig, dass die Brennstoffzelle in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Energieversorgung spielen wird. Die entscheidenden Fragen zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellen lauten zurzeit: Wie kann Wasserstoff in großen Mengen erzeugt werden und verteilt werden? Welches Potenzial haben alternative Brennstoffe, wie z.B. Methanol? Last but not least - wie kann die Energieeffizienz verbessert werden?

HB HANNOVER. Weltweit treiben mehr als tausend Firmen und Organisatoren die Kommerzialisierung dieses rasant wachsenden Technologiezweiges voran. Immer mehr Pilotanlagen lassen auf den baldigen kommerziellen Durchbruch hoffen. RWE-Vorstandsmitglied Manfred Remmel geht davon aus, dass im Jahr 2015 schon zehn Prozent der deutschen Stromproduktion aus Brennstoffzellen stammen werden. Zahlreiche Strom- und Gasversorger haben bereits mit Feldtests zur Strom- und Wärmeversorgung von Mehrfamilienhäusern mit den Mini-Kraftwerken begonnen, deren flammenloser Brennstoff der "Wunderstoff" Wasserstoff ist. Zusammen mit Sauerstoff werden in einem elektrochemischen Prozess Strom und Wärme produziert, als "Abfall" entsteht Wasser, also kein Schadstoff.

Gegenwärtig wird Wasserstoff für Brennstoffzellenprozesse im Regelfall aus Erdgas gewonnen, und dabei wird CO2 freigesetzt. Soll Wasserstoff tatsächlich zur ökologischen Wunderwaffe der Energieerzeugung von morgen werden, dann muss er im Idealfall mit Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt werden.

Solarstrom und Spaltung von Wasser in Elektrolyseuren sind somit zentrale Kernthemen zukünftiger Energieszenarien, meint man beim Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme in Freiburg. Die Freiburger Forscher arbeiten an neuen Elektrolyseuren und entwickeln kompakte Einheiten für die Reformierung von Erdgas.

In der California Fuel Cell Partnership haben sich acht internationale Fahrzeughersteller mit drei Energiepartnern, zwei Brennstoffzellenherstellern, vier staatlichen Institutionen sowie drei Treibstoffanbietern zusammengeschlossen, um Brennstoffzellen-Pkw und-Busse unter realen Fahrbedingungen zu erproben und als realisierbare alternative Antriebslösungen zu demonstrieren.

"Die Brennstoffzellen-Technologie ist das viel versprechendste alternative Antriebskonzept für die Zukunft", sagt Rolf Bartke, Leiter des Geschäftsbereichs Mercedes-Benz Transporter bei Daimler-Chrysler in Stuttgart. Der Transporter besitzt Frontantrieb und nutzt gasförmigen Wasserstoff als Kraftstoff. Der Antrieb des Nullemissionsfahrzeugs hat dabei einen doppelt so hohen Wirkungsgrad wie konventionelle Verbrennungsmotoren, entsprechend niedriger ist auch der Kraftstoffverbrauch.

Bisher ist Wasserstoff vor allem für Fahrzeug-Flotten der geeignete Kraftstoff, weil sie täglich eine zentrale Tankstelle ansteuern können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%