WAZ-Gruppe: Kaufpreis-Spekulationen entbehren der Grundlage
Döpfner: WAZ hat bei Springer keine Chance

Die WAZ-Gruppe könne sich keine Chance ausrechnen, den Springer-Anteil von Leo Kirch zu übernehmen, sagt Springer-Vorstand Mathias Döpfner. Die WAZ-Mediengruppe hat zuvor Berichte über den möglichen Kaufpreis für Leo Kirchs Springer-Paket als Spekulationen ohne vernünftige Grundlage bezeichnet.

dpa/HB BERLIN/ESSEN. Der Versuch der "feindlichen Übernahme" von Leo Kirchs 40-Prozent-Anteil am Axel Springer Verlag sei "wie in der Wüste von Namibia Eisbären schießen zu wollen", sagte Döpfner heute in einer Telefonpressekonferenz. Gleichzeitig lehnte er weitere Spekulationen über einen Verkauf der vinkulierten Namensaktien von Kirch an die WAZ ab.

Zum Kaufinteresse eines Konsortiums der Verlage Springer, Bauer und Spiegel an der angeschlagenen KirchMedia sagte Döpfner: "Der Preis muss stimmen". Springer könne sehr gut ohne Kirch-Media leben. "Dann werden wir uns eben auf unser Kerngeschäft konzentrieren", sagte Döpfner. Sein Haus verfüge allerdings über die notwendigen Finanzmittel für einen Einstieg bei Kirch.

Spekulationen über möglichen Kaufpreis

Ein Konzernsprecher der WAZ-Gruppe sagte heute in Essen, der vergangenen Freitag bekannt gegebene Stand der Verhandlungen gelte unverändert. "Ein Engagement bei Springer wird weiter geprüft."

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird zwischen der WAZ-Gruppe und Kirch über einen Betrag zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro geredet. Auch "Die Welt" und "Focus Money" berichteten von ähnlichen Größen.

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