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WDH Roundup 2: Siemens erhöht Beteiligung an russischer Power Machines

(Wiederholung vom Vorabend.)

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(dpa-AFX) München - Die Siemens AG < SIE.ETR > hat ihre Beteiligung an der russischen Power Machines (Silowyje Maschiny) ausgebaut und damit die Mehrheitsübernahme des Turbinen-Spezialisten vorbereitet. Wie Deutschlands größter Elektronikkonzern am Freitag in München mitteilte, soll mit dem Mehrheitsaktionär Interros, ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, in das die 71-prozentige Beteiligung der russischen Industriegruppe an Power Machines eingebracht wird.

Siemens wird an der Gemeinschaftsfirma 50 Prozent minus eine Aktie halten, die russische Interros-Gruppe den Rest. "Nach drei Jahren kann Siemens das Joint Venture vollständig übernehmen", sagte ein Sprecher auf Anfrage. In den kommenden drei bis fünf Jahren werde der Münchener Konzern 200 Millionen US-Dollar in die Modernisierung und Weiterentwicklung von OAO Power Machines investieren. Weitere Zahlungen seien nicht geplant, sagte der Sprecher.

Behörden 'Wohlwollend'

Die unternehmerische Führung des Gemeinschaftsunternehmens liege bei der Siemens AG, die bereits vier Prozent von Power Machines kontrolliert. Die Zustimmung der russischen Behörden steht noch aus. Nach Angaben des Sprechers seien diese "wohlwollend" dem Vorhaben gegenüber eingestellt. Der Vereinbarung mit Interros waren intensive Gespräche von Siemens-Vorstandsmitglied Klaus Kleinfeld mit führenden russischen Politikern, unter anderem mit Ministerpräsident Michail Fradkow, vorangegangen.

Siemens hatte am 6. Juli die russische Anti-Monopol-Behörde über die "vorläufigen Kaufabsichten" unterrichtet. In den vergangenen Tagen war in russischen Medien spekuliert worden, das Interesse des Siemens-Konzerns stoße auf Widerstand im Kreml. Power Machines ist unter anderem in der Rüstungsbranche aktiv.

Russland-Geschäft

Siemens hatte mehrfach angekündigt, das Geschäft in Russland weiter auszubauen. Dabei gilt der wachsende Energieerzeugungs-Bereich als besonders attraktiv. Das Unternehmen Power Machines ist Russlands größter Anbieter auf dem wachsenden Markt für Turbinen. In diesem Bereich erzielte der Konzern im Vorjahr einen Umsatz von 350 Millionen Dollar (282 Mio Euro). Der Konzern nennt sich im internationalen Geschäft Power Machines (PM). Mehr als 70 Prozent der Aktien kontrolliert die Industrie-Gruppe Interros des Oligarchen Wladimir Potanin.

Die Aktie von Siemens schloss am Freitag mit einem Abschlag von 0,47 Prozent auf 54,99 Euro.

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