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Web-Handy geht mit Pannen an den Start

Die Mobilfunktochter der British Telecommunications, BT Cellnet, hat am Donnerstag in London Mobiltelefone mit einem permanenten Zugang zum Internet vorgestellt. Doch bei der Demonstration der "Always-on"-Handys versagte zum Teil die Technik.

Reuters LONDON. Mit dem als Übergangslösung geltenden Standard GPRS sollen die Mobiltelefone einen zwei bis drei Mal schnelleren Zugang zu E-mails und WAP-Internetseiten ermöglichen. Cellnet werde den GPRS-Dienst ab 18. Mai im Paket mit einem Mobiltelefon von Motorola für rund 625 DM anbieten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Bei Präsentation des neuen Mobilfunk-Angebots erhielten die meisten Telefone keine Verbindung zum Internet. Doch offenbar handelte es sich um einen Fehler im Netzwerk, denn auch das Prototyp-Gerät von Ericsson blieb offline. Nach der bisher enttäuschenden Leistungsfähigkeit der WAP-Handys kann sich die Telekom-Industrie einen Flopp bei der Einführung von GPRS allerdings nicht leisten. Der Standard GPRS (General Packet Radio Service) gilt nur als Zwischenschritt vor der für kommendes Jahr geplanten Einführung des schnelleren UMTS-Systems (Universal Mobile Telecommunications Services). Auf der Computermesse Cebit hatten im März viele Telekom-Ausrüster neue Mobiltelefone für den Übertragungsweg GPRS vorgestellt, der in diesem Jahr in Deutschland startet.

Cellnet lehnte nähere Angaben dazu ab, wie viele GPRS-Handys sie zu verkaufen plant oder welche Menge derzeit auf Lager ist. Mit Motorola habe man eine Lieferung "just-in-time" vereinbart, andere Lieferanten sollen später hinzukommen. Das Gerät von Motorola ist derzeit das einzige GPRS-Mobiltelefon, das in größerem Maßstab lieferbar ist. Benutzer in Finnland, wo das Handy schon im Einsatz ist, berichteten allerdings, es sei langsam und störungsanfällig.

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