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Web-Services - Heilmittel gegen die IT-Rezession?

Die Zukunft eines Unternehmens ist nicht detailliert planbar - Flexibilität ist gefragt! Sun-Geschäftsführer Dr. Helmut Wilke (Foto) erklärt, warum Web-Services deshalb ein Heilmittel gegen die IT-Rezession sein können.

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In der Vergangenheit schaffte ein stabiler Markt Mut zu unternehmerischem Risiko und Investitionsbereitschaft. Die Vergabe von IT-Budgets gehorchte einer gewissen Regelmäßigkeit, die Technologien reiften und die Akzeptanz dieser wuchs ständig. Der IT-Hype ist vorbei Diese Zeiten sind jedoch Geschichte. Der Markt agiert schnell, hektisch, ja fast panisch. Planbarkeit ist begrenzt auf das nächste Quartal und strategische Investitionen in komplett neue Generationen von IT-Anwendungen gehören der Vergangenheit an. Im hart umkämpften Softwaremarkt gelten heute darwinistische Gesetze und aus 100 verschiedenen Anwendungen kann sich meist nur eine einzige behaupten. Aus Unternehmenssicht kann man nur hoffen, dabei aufs richtige Pferd gesetzt zu haben. Das Risiko auf die falsche "Killerapplikation" zu setzen und damit dem Unternehmen womöglich millionenschwere Schäden zuzufügen ist selbst den jungen Wilden unter den CIOs zu heiß. Killerapplikationen sind Anwendungen, die die Gesellschaft verändern. Zum Zeitpunkt des PC Durchbruches war es die Tabellenkalkulation und bei BTX war es das Online Banking. Aber was ist die Schlüsselanwendung für das Internetzeitalter und die mobile Datenkommunikation in der Stunde Null von UMTS? Killerapplikation "Browser" Keiner kennt sie, dabei ist die Killerapplikation längst da. Sie heißt "Browser" und ist in Zukunft in der Lage auf Knopfdruck modulare Softwarekomponenten, zu deutsch Web-Services, über das Netz zu einer personalisierten Anwendung zu aggregieren. Web-Services sind gefragt. Bei konsequentem Einsatz könnten sie die Grundlage für den Auszug aus der IT-Rezession bedeuten. Die Attribute flexibel, kostengünstig, schnell und skalierbar treffen den Charakter dieser standardisierten Architektur. Über drei Millionen Entwickler sind heute bereits damit beschäftigt, auf Basis von Java, der Sprache für plattformübergreifende Web-Services, diese neuen Softwarekomponenten zu programmieren. Der Charme von Web-Services Aufgrund offener Standards können Entwickler und Diensteanbieter ihr Angebot an Web-Services täglich anpassen, um auch die kleinsten Veränderungen am Markt zu berücksichtigen. Der eigentliche Charme dieser Technologie liegt jedoch in der Wiederverwendbarkeit der Softwarekomponenten. Basismodule für Netzwerk Identifizierung, Datenverschlüsselung oder Zahlungsabwicklung können ad hoc über das Netz in eigene Anwendungen integriert werden, die dann ihrerseits wieder als Web-Service zur Verfügung gestellt werden. Ist ein Dienst oder eine Anwendung einmal für ein spezielles Problem geschrieben, muss sich ein anderer Entwickler diesem Thema nicht mehr widmen. Redundante und zeitintensive Entwicklungen fallen weg, denn er nutzt einfach die bereits exsistierende Lösung. Neue Geschäftsmodelle entstehen Damit entstehen komplett neue Geschäftsmodelle für Softwarehersteller und für die Unternehmen bedeutet der Einsatz von Web-Services extreme Kosteneinsparungen, schnelle Adaptierbarkeit von Anwendungen bei Marktveränderungen und einfache Softwarepflege und-wartung. (*) Dr. Helmut Wilke war bisher in verschiedenen Positionen in der IT-Branche tätig. Er ist seit 1. Mai 2001 Geschäftsführer und Vizepräsident der Sun Microsystems GmbH. Lesen Sie mehr über den Sun Microsystems Deutschland-Chef in seinem Portrait weiter ...

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