Webber auf den Spuren von Olympiasieger Bradbury
Australien feiert seinen "Local Hero"

Australien hat einen neuen Formel-1-Helden – und freut sich besonders, dass Mark Webber dabei auf den Spuren von Shorttrack-Olympiasieger Steven Bradbury wandelt. Wie der Goldjunge aus Salt Lake City profitierte Webber in Melbourne bei seiner Fahrt auf Platz fünf davon, dass vor ihm gleich reihenweise Konkurrenten ausfielen. "Manchmal können die Letzten wirklich die Ersten sein – zumindest fast. Nennen wir es die Bradbury-Theorie des Rennsports", schrieb Melbournes Tageszeitung "The Age".

sid MELBOURNE. Als "Local Heroes" feierte "The Australian" auf einer ganzen Farbseite den "Triumph für Mark und den Millionär", Minardi-Teamchef Paul Stoddart, ebenfalls aus "Down Under". GP-Sieger Michael Schumacher wurde erst auf der zweiten Sportseite gewürdigt. Und für den "Herald Sun" war Webber einfach nur der "König des Albert-Parks", der im Parc ferme jubelnd auf sein Auto geklettert war und wohl als erster Fünfter der Formel-1-Geschichte auf dem Siegerpodest Champagner verspritzte.

Nach dem unerwarteten Erfolg für das ewige Hinterbänkler-Team (Stoddart: "Das war ein unglaubliches Wochenende. Wir haben im ersten Rennen schon alle Ziele für diese Saison erreicht.") machten die Minardi-Jungs in Melbournes Nobel-Vorort St. Kilda die Nacht zum Tag und feierten wie die Kollegen von Toyota, für die der Finne Mika Salo im ersten Rennen gleich den ersten Punkt holte, bis in die frühen Morgenstunden.

Ihren Spaß an Webber hatten auch die Karikaturisten der australischen Zeitungen. Nachdem sie ihn schon vor dem Rennen durch Eisschnellläufer Bradbury einstellen ließen ("Und wenn alle vor dir ausfallen, halte bloß nicht an, um zu helfen"), gab der Zeichner des "Australian" am Montag vor einem fliegenden Formel-1-Boliden einen möglichen Dialog zweier Fans wieder: "Noch ein paar mehr Überschläge und ein Aussie könnte gewinnen." – "Wenn sie einen Grand Prix auf dem Eis fahren ..."

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