Weber will spenden
Lufthansa verteidigt höhere Aufsichtsratsbezüge

Der scheidende Lufthansa-Chef Jürgen Weber ist der Ansicht, dass die Erhöhung der Aufsichtsratsbezüge fair und angemessen sei.

HB/dpa FRANKFURT. Der scheidende Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat die umstrittenen Pläne für eine Erhöhung der Aufsichtsratsbezüge verteidigt. Um "der Diskussion ein Ende zu bereiten", kündigte er aber an, nach seinem vorgesehenen Wechsel in den Aufsichtsrat eine ihm selbst im nächsten Jahr zukommende Erhöhung für wohltätige Zwecke zu spenden. Er wolle damit ein Zeichen setzen, schreibt Weber in der Mitarbeiterzeitschrift "Lufthanseat" (Freitag). Die höheren Bezüge, die die Hauptversammlung am 18. Juni in Köln absegnen soll, sind bei Aktionären und dem Gesamtbetriebsrat auf scharfe Kritik gestoßen.

Die vorgesehene Anhebung sei fair und angemessen, schreibt Weber. Die Lufthansa würde sich damit weiterhin im unteren Drittel der Dax- Unternehmen bewegen. Zudem würde die Erhöhung erst im nächsten Jahr erstmals angewendet. Nach einem Vorschlag des Vorstands sollen die Grundbezüge der Aufsichtsräte auf 20 000 Euro verdoppelt werden. Zudem sollen die an die Dividende gekoppelten variablen Vergütungen steigen. Eine Prognose, ob es im nächsten Jahr überhaupt zur Zahlung einer variablen Vergütung kommt, wolle er nicht aufstellen, schreibt Weber. Die Lufthansa erwartet nach einem operativen Konzernverlust von 415 Mill. Euro im ersten Quartal rote Zahlen für 2003.

Eine Veröffentlichung der einzelnen Bezüge der Vorstandsmitglieder lehnte Weber ab. Deren Privatsphäre sei schützenswerter, als den Leitlinien für mehr Transparenz des "Corporate Governance Kodex" nachzukommen.

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