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"Weblogs?", fragt die PR-Maus ratlos

Ein Viertel ist wenig. OK, ein Viertel guter Wein ist in südlicheren Regionen schon ganz in Ordnung.

Ein Viertel ist wenig. OK, ein Viertel guter Wein ist in südlicheren Regionen schon ganz in Ordnung. Aber wenn sich nicht mal ein Viertel aller Berufskommunikatoren bisher mit dem Thema Weblogs auseinandergesetzt hat - dann ist das erbärmlich wenig. 



Der PR-Trendmonitor von Mummert Consulting und News Aktuell beschäftigt sich diesmal auch mit Weblogs. Ich musste doch herzlich schmunzeln, als ich das Ergebnis sah.


ACHTUNG! DIESE GRAFIK IST FALSCH BESCHRIFTET: GELB STEHT FÜR AGENTUREN, ORANGE FÜR PRESSESTELLEN. (Sobald eine richtig beschriftete Grafik erhältlich ist, tausche ich diese aus)

Denn als alter Freund der gefälschten Statistik (hab ja schließlich die New Economy voll miterlebt) ahne ich natürlich: Wenn jemand behauptet, er kenne et was, müsse sich aber noch damit auseinandersetzen - dann weiß er nicht, wovon die Rede ist. Diesen Effekt sehen wir bei einem Viertel der Berufskommunikatoren (Und immerhin antworteten über 1.700 auf die Fragen).

Ein Viertel der Studienfragenankreuzer hält Blogs für überschätzt, jeder fünfte Pressestellenangestellte weiß überhaupt nicht, was Weblogs sind. Zumindest letzteres wäre durch die gelegentliche Lektüre anderer Publikationen als "Gala" oder "Bunte" in den vergangenen Monaten abzustellen gewesen. Selbst die "Brigitte" hat ja jetzt Blogs - und nicht mal schlechte.

Haltungsturner und News-Aktueller Wolfgang Lüdenbürger-Reidenbach ergänzt:

"Interessant dagegen, dass die manchmal leichtfertig aufgestellte Vermutung, kleinere Agenturen seien innovativer, so gar nicht stimmt. Denn zumin dest bei Blogs gilt: Je größer eine PR-Agentur, desto höher der Anteil derer, die sich schon mit Blogs auseinandersetzt haben - bei den ganz großen Agenturen (> 100 MA) ist es nach dieser Befragung sogar jede zweite - und bei den kleinen (< 10 MA) nur jede zehnte!"



PR-Blogger Klaus Eck zumindest gewinnt der Studie positive Seiten ab, er meint: "PR-Leute schauen auf Blogs". Der Münchener an sich ist halt optimistisch und unfrustriert.

Ich finde es schade, dass nicht gefragt wurde: "Halten Sie Weblogs für eine Gefahr für das Unternehmensimage?" Hier sehe ich den wirklich spannenden Reibungspunkt zwischen Blogs und Unternehmenskommunikatoren. Siehe den Dell-Fall  in dieser Woche.

Obwohl... Vielleicht hat das schon jemand gefragt. Und die Ergebnisse gibt es dann in Kürze auch bei Indiskretion Ehrensache...

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