Wechselhafter Handel
Gerüchte stürzen Lufthansa-Aktie in Turbulenzen

Die Kranich-Aktie der Deutschen Lufthansa AG beendete am Dienstag ihren jüngsten Steigflug und geriet in heftige Kursturbulenzen. Auslöser waren Meldungen über einen drohenden Pilotenstreik bei der Fluglinie (siehe Handelsblattausgabe vom Dienstag).

tmo FRANKFURT/M. Die Aktie fiel am frühen Morgen bis zu 3,5 % unter den Vortagesschluss. Später konnte die Aktie die Verluste allerdings teilweise wettmachen und schloss mit einem Minus von 1,6 %. "Airline-Aktien sind einige Wochen lang gut gelaufen, jetzt haben Investoren die schlechte Nachricht zum Anlass genommen, Gewinne mitzunehmen", sagte ein Aktienhändler einer US-Investmentbank in London. Zudem kursierten Gerüchte über einen drohenden Verlust bei der deutschen Fluglinie.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) schaffte am Morgen nach einer schwachen Eröffnung zunächst die Trendwende ins Plus. Im weiteren Verlauf drehte Börsenbarometer aber ins Minus. Aus dem Handel ging der Dax mit einem Verlust von 0,47 % bei 5 045 Zählern. Erneut dominierten Quartalsergebnisse und Spekulationen um demnächst anstehende Zahlen den Handel. So erklärte ein Händler die Startschwierigkeiten des Dax mit den "Nachwehen vom negativen Nokia-Ausblick" der Investmentbank Morgan Stanley. Deutsche Technologiewerte wie SAP und Siemens eröffneten im Minus. Beide veröffentlichen am Mittwoch neue Ergebniszahlen. Aus dem Handel gingen SAP mit einem moderaten Verlust von 0,6 %. Siemens schloss mit einem deutlichen Minus von über 2 %. "Im Vorfeld der wichtigen SAP - und Siemens-Zahlen halten die Leute sich zurück", sagte Aktienhändler Alfred Kaiser vom Maklerhaus Fritz Nols. Die Stimmung am Markt sei sehr unsicher und wechselhaft.

Die Aktien des Chipherstellers Infineon zählten zu den Tagesgewinnern. Ein Londoner Händler sagte, Investoren reagierten erleichtert auf Aussagen von Infineon-Chef Ulrich Schumacher auf der Hauptversammlung am Dienstag. Eine weitere Kapitalerhöhung erscheine danach in nächster Zeit unwahrscheinlich. Auch der Reisekonzern Preussag und Volkswagen legten zu.

Deutliche Kursverluste erlitten Fresenius Medical Care . "Die Aktie gilt als möglicher Absteiger aus dem Dax", sagte Kaiser zur Begründung. Im MDax der mittleren Werte profitierten dagegen Altana von Gerüchten, die Pharmaaktie könnte in den Dax aufsteigen. Der MDax legte 0,3 % zu.

Bei den Regionalbörsen tendierten München freundlich, Bremen gut behauptet. In Hannover zeigten sich die Kurse nur knapp behauptet, in Düsseldorf etwas leichter. Auch Berlin, Hamburg und Stuttgart lagen im Minus.

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