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Weder Sekt noch Selters

Sie kommen am Montag ins Büro - und die Kaffeemaschine funktioniert nicht. Da ist doch schon der ganze Tag gelaufen, um nicht zu sagen, die ganze Woche. Schlechte Laune ist für die nächsten Tage programmiert. Genauso erging es den Börsianern am Montag.

Nur dass die Kaffeemaschine in diesem Fall Hewlett-Packard hieß und statt Kaffee Computer produziert. Anscheinend nicht genug, denn der Gewinn, der von der Börse erwartet wurde, der wurde von Hewlett-Packard nicht einmal annähernd erreicht. Und so wie Sie dann vielleicht auch gar keine Lust mehr auf Orangensaft, Kakao oder Tee haben, denn eigentlich wollten Sie ja Kaffee trinken, genauso wollte die Anleger dann auch die anderen Papiere nicht mehr kaufen. Der Computersektor rauschte nach unten.



Mit einer Ausnahme: IBM konnte sich gut halten. Ganz einfach deswegen, weil die Investoren hofften, dass IBM seinen Vorsprung vor Hewlett-Packard halten kann. Vorstandschefin Carly Fiorina hat es in den letzten Quartalen immer geschafft, die Börse mit guten Zahlen zu überraschen. Nun zeigte sie sich zudem sehr skeptisch, was die zukünftigen Umsatzwachstumsraten angeht.



Die Nasdaq rutschte unter die 3000er-Marke, der Dow näherte sich wieder einmal der 10 000. Fast schon ein Wunder, dass bei der großen Schwankungsfreude, die in dieser Woche zu beobachten war, die Kursbarometer im Wochenvergleich fast unverändert blieben. Unsicherheiten gab es vor allem wegen des bis zum gestrigen Börsenschluss nach wie vor unsicheren Ausgang der US-Präsidentenwahl.



Anleger wollen endlich klare Verhältnisse, wer die Geschicke des Landes in den nächsten vier Jahren leiten wird. So war in den vergangenen Tagen zu beobachten, dass vor allem Großinvestoren viel Geld zur Seite gelegt haben, um bei beruhigter politischer Großwetterlage wieder Geld in Aktien zu stecken. Aber: einige Investmenthäuser, die Musterdepots veröffentlichen, nach denen sich die Kunden richten, haben den Aktienanteil wieder nach oben aufgestockt. Soll heißen, es gab stützende Kommentare von einigen Brokern und Analysten. Sie empfahlen, wieder ausgewählte Wertpapiere nach und nach zu kaufen. Der Datenbank-Softwareproduzent Oracle notierte am Montag auf einem neuen 52-Wochentief. Insgesamt ging es nicht mit Champagner aber auch nicht mit Wasser ins Wochenende. Der Dow Jones-Index schloss bei 10630 Punkten. Die Nasdaq notierte Freitagabend bei 3027 Punkt

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