WEF-Bericht: Dämpfer für den Klimaschutz

WEF-Bericht
Dämpfer für den Klimaschutz

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und sich zuspitzende politische Konflikte könnten den Bemühungen um einen besseren Klimaschutz in diesem Jahr nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums einen Dämpfer verpassen. Weil der Klimawandel auf den ersten Blick zu den weniger akuten Problemen gehöre, könnten Regierungen und Firmen veranlasst sein, dieses Thema vorerst zu verdrängen, heißt es.

HB LONDON/DAVOS. Davor warnt das Weltwirtschaftsforums (WEF) in seinem Bericht zu den weltweiten Risiken 2008. Dabei müssten die wichtigsten Entscheidungen im Kampf gegen den Klimawandel eigentlich in den kommenden fünf Jahren getroffen werden.

Der Bericht nennt als wichtigste Herausforderung - neben einer sicheren Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln angesichts steigender Preise und der Bedeutung von Energie - die drohende Krise der Weltwirtschaft: So müsse die Gefahr einer Rezession in den USA ernstgenommen werden.

Die britische Wirtschaft wiederum sei verwundbar, weil sie zu sehr vom Finanzsektor abhänge. Zu den geopolitischen Risiken zählt dem WEF zufolge eine Zuspitzung der Atomkonflikte zwischen den USA und Nordkorea beziehungsweise dem Iran.

Generell wird erwartet, dass die Stimmung auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos getrübt sein wird. Im Gegensatz zu 2007, als die Weltwirtschaft noch blühte, blicken die führenden Politiker und Manager nun auf eine monatelange Kreditkrise zurück und haben ein ungewisses neues Jahr vor sich.

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