Weg zurück in die Gewinnzone
Credit Suisse Group droht weiterer Stellenabbau

Der Finanzkonzern Credit Suisse Group wird nach den Worten seines designierten Co-Konzernleiters Oswald Grübel auf dem Weg zurück in die Gewinnzone Stellen im Versicherungsbereich und im europäischen Bankgeschäft abbauen müssen.

Reuters ZÜRICH. In einem Interview des CS-internen "e-magazin" sagte Grübel, der den Bereich Credit Suisse Financial Services (CSFS) leitet, im Schweizer Bankgeschäft rechne er nicht mit einem weiteren Abbau, sofern sich das Umfeld nicht verschlechtere. Im Europageschäft, wo Credit Suisse sich an Stelle eines breiten Marktauftritts nun stärker auf das herkömmliche Privatbankgeschäft konzentrieren will, werde sich die Neuausrichtung auch auf die Belegschaft auswirken, sagte er.

Der Versicherungsbereich müsse effizienter werden, und dort herrsche auch Handlungsbedarf, so Grübel weiter. In einigen Bereichen sei zweifellos ein Abbau von Stellen nötig. Er hoffe aber, dass dies im Wege der natürlichen Fluktuation und durch Wachstum geregelt werden könne.

Konkrete Ziele für einen Stellenabbau gebe es nicht, sagte eine CS-Sprecherin. Zudem sei in der Winterthur Gruppe die Zahl der Stellen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erhöht worden. Alles in allem habe Winterthur grössenordnungsmässig 2000 neue Stellen geschaffen und diese Entwicklung werde weitergehen, aber in bestimmenten Bereichen müsse die Effizienz erhöht werden.

Im Schweizer Bankgeschäft gab die Credit Suisse bereits früher Pläne für den Abbau von 1300 Stellen bekannt. Im Hinblick auf die neue Führungsstruktur, in der Grübel zusammen mit CSFB-Chef John Mack den Konzern leiten wird, sagte er, in erster Linie seien sie beide die Chefs ihrer jeweiligen Konzerbereiche und erst in zweiter Linie Chefs der Gruppe. "Ich bin überzeugt, dass das Co-CEO-Modell mit zwei starken, unabhängigen Geschäftsbereichen die bestmögliche Struktur für unsere Gruppe ist", so Grübel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%