Wegen Abwertung durch S&P
Dax: Banken halten das Schlusslicht

Bankaktien gehören am Dienstag zu den Verlierern im Dax. Die Kurse sacken überdurchschnittlich stark ab. Beobachter führen das auf eine Abwertung durch S&P zurück. Commerzbank machen eine Ausnahme.

dpa FRANKFURT. Gegen 16.10 Uhr büßte die HypoVereinsbank - allen voran - 4,04 Prozent auf 51,50 Euro ein. Gerüchte, dass das Finanzhaus im zweiten Quartal beim Gewinn hinter dem Wert der ersten drei Monate zurückgeblieben sei, hätten der Aktie zusätzlich zugesetzt, hieß es aus Händlerkreisen.

Die Deutsche Bank verlor gleichzeitig 1,87 Prozent auf Euro ein. Allein die Commerzbank konnte ein Plus von 0,37 Prozent auf 27,39 Euro verzeichnen. Das deutsche Börsenbarometer Dax notierte mit 0,70 Prozent bei 5812,97 Zählern im Minus.

Berenberg-Bank-Analyst Andreas Pläsier führte die Kursverluste der deutschen Banken in erster Linie auf die Abwertung der Investmentinstitute durch S&P zurück. Davon betroffen sind Morgan Stanley Dean Witter, Goldman Sachs Group sowie Merrill Lynch.

Die heutige Nachricht, dass die HypoVereinsbank weitere Stellen abbauen wolle, falle wohl nicht wirklich ins Gewicht. Die Investoren der HypoVereinsbank seien zur Zeit generell skeptisch wegen des Privatkundengeschäfts des Finanzinstituts, sagte Michael Harms, Analyst bei Delbrück Asset Management. Dieses habe sich in der Vergangenheit nicht ganz so gut entwickelt. Es stehe die Frage im Raum, wie das Privatkundengeschäft umgesetzt werde und ob es Rückschläge im Immobilien-Sektor gebe.

Die Tatsache, dass die Commerzbank als einzige zugelegt habe, liege vermutlich daran, dass sich die Aktionäre der Dresdner Bank nach einer neuen Investitionsmöglichkeit umschauten, so Pläsier. Die Deutsche Bank käme dafür weniger in Betracht, da bei ihrem Investmentbanking-Geschäft eine negative Überraschung erwartet werde. Dennoch blieb Pläsier bei seiner Kaufempfehlung für die Deutsche Bank. Er halte die Kursrückgänge für übertrieben. Die Anleihen-Sparte werde - unter anderen - die schwierigeren Geschäftsbereiche kompensieren. Zudem werde sich die erwartete Konjunkturerholung auch auf den Kapitalmarkt niederschlagen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%