Wegen angeblicher Irreführung
Milliardenklage gegen Daimler-Chrysler zugelassen

Ein US-Bundesrichter hat es am Freitag abgelehnt, Klagen gegen Daimler-Chrysler wegen angeblicher Irreführung von Chrysler-Aktionären bei der Fusion mit Daimler-Benz abzuweisen.

Reuters DETROIT. Zu den Klägern gehört der US-Milliardär Kirk Kerkorian, der von dem deutsch-amerikanischen Autobauer acht Mrd. $ (rund neun Mrd. Euro) fordert. Er und andere Chrysler-Anteilseigner werfen dem Unternehmen und dessen Chef Jürgen Schrempp vor, Chrysler von vorneherein zu einer Konzernsparte degradiert zu haben, obwohl die Fusion seinerzeit als "merger of equals" (Zusammengehen von Ebenbürtigen) angekündigt wurde.

Kerkorian und die anderen Aktionäre argumentieren, sie hätten der 36-Milliarden-Dollar-Fusion im Jahr 1998 nicht zugestimmt oder mehr Geld für ihre Anteile bekommen, wäre das Geschäft als Übernahme von Chrysler durch Daimler-Benz präsentiert worden. DaimlerChrysler hatte die Klagen als unbegründet bezeichnet und ihre Abweisung beantragt.

Kerkorian war vor der Fusion größter Chrysler-Aktionär. Seine Unterstützung galt als wesentlich für das Zustandekommen der Transaktion. Zu den Klagen kam es, nachdem Schremmpp in einem Interview gesagt hatte, er habe immer geplant, Chrysler zu einer Sparte des Konzerns zu machen.

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