Wegen Bilanzfälschung
Comroad droht Klage

Mehrere hundert Kleinaktionäre wollen den Navigationssystemehersteller Comroad auf Schadenersatz verklagen.

ddp/vwd MÜNCHEN. Die Gesamtklagesumme betrage rund 3,1 Mill. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch im bayerischen Unterschleißheim mit. Comroad habe den angestrebten Vergleich abgelehnt. Daher werde er die Klage nunmehr einreichen, sagte Rechtsanwalt Klaus Rotter. Die Kanzlei vertritt seinen Angaben zufolge rund 350 Kleinanleger.

Comroad hatte nach Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft über Jahre hinweg falsche Bilanzen vorgelegt und nur einen geringen Teil der ausgewiesenen Umsätze tatsächlich erwirtschaftet. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Unternehmensgründer Bodo Schnabel sowie seine Ehefrau Ingrid, die im Aufsichtsrat der Gesellschaft saß, haben Geständnisse abgelegt. Bodo Schnabel sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Die Anklage wegen Kursbetrugs und Insiderhandels ist vom Landgericht München zugelassen. Die Hauptverhandlung soll voraussichtlich am 17. Oktober beginnen.

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