Wegen der Ertragsprobleme
Banken geben EZB-Zinssenkung nicht weiter

Die jüngste Geldspritze zur Konjunkturbelegung in Form einer Leitzinssenkung dürfte bei den Kreditnehmern nicht ankommen. Die Banken könnten sich das nicht erlauben, sagt Rolf-Ernst Breuer, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Banken in Deutschland wollen die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht an die Kunden weitergeben. Dies kündigte Rolf-Ernst Breuer, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, am Donnerstagnachmittag in Frankfurt an. "Das können wir uns nicht erlauben", sagte er mit Hinweis auf die Ertragsprobleme in der Kreditwirtschaft.

Damit dürfte in der größten Volkswirtschaft der Währungsunion die Geldspritze der EZB zur Konjunkturbelebung nicht ankommen. Die Währungshüter hatten sich in der vergangenen Woche nicht zuletzt wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung in Euroland zu einer Lockerung der Geldpolitik durchgerungen.

Erst wenn sich im Verlauf des kommenden Jahres das Konjunkturbild aufhelle und die EZB weitere Zinssenkungen beschließe, könne die Branche den zusätzlichen Spielraum "ganz oder teilweise an die Kundschaft weitergeben", betonte Breuer. Die EZB hatte am 5. Dezember ihre Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte zurückgenommen. Damit verringern sich auch für Banken und Sparkassen die Refinanzierungskosten, wenn sie sich bei der EZB Zentralbankgeld leihen.

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