Wegen dessen Äußerungen zur Rentenreform
IG Metall kritisiert Schröder

Reuters HAMBURG. Die IG Metall hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen dessen Äußerungen auf dem ÖTV-Gewerkschaftstag zur Rentenreform scharf kritisiert. Die Gewerkschaft lasse sich in ihrer Kritik an der Reform von Schröder nicht den Mund verbieten, sagte IG-Metall-Sprecher Claus Eilrich am Montag in Frankfurt. Man wolle nun die für 15. November geplanten Beratungen im Bundeskabinett zur Rentenreform abwarten, bevor man über weitere Proteste nachdenken werde. Schröder hatte Kritik der Gewerkschaften auf dem ÖTV-Kongress mit den Worten zurückgewiesen: "Wir machen es, und damit basta."

Das "Basta-Machtwort" des Kanzlers werde die Kritiker in den Gewerkschaften und auch in der SPD-Fraktion nicht mundtot machen, sagte Eilrich weiter. Vielmehr werde sich das Verhältnis zu den Gewerkschaften dadurch weiter verschlechtern. "Es kommt Sand ins Getriebe", sagte Eilrich. Der IG-Metall-Sprecher verwies auch auf den Brief des Gewerkschaftsvorsitzenden Klaus Zwickel an die SPD-Bundestagsfraktion, in dem er an die den Gewerkschaften nahe stehenden Politiker appelliert hatte, der Rentenreform so nicht zuzustimmen.

Die IG Metall kritisiert vor allem, dass die Beschäftigten die geplante kapitalgedeckte Zusatzrente alleine bezahlen sollen und das Niveau der gesetzlichen Rente trotzdem deutlich sinken soll. Gegen die Reform hatte die IG Metall auf mehreren bundesweiten Aktionstagen protestiert.

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