Wegen Expansion im Ausland
NTT schließt Geschäftsjahr mit Rekordverlust ab

Japans größter Telekom-Konzern Nippon Telegraph and Telephone (NTT) hat das abgelaufene Geschäftsjahr wegen hoher Abschreibungen wie erwartet mit dem höchsten Verlust der Konzerngeschichte abgeschlossen. Für das laufende Jahr stellte der Konzern aber die Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht.

Reuters TOKIO. Das Unternehmen bezifferte den Nettoverlust am Dienstag in Tokio auf 812,17 Mrd. ¥ (rund sieben Mrd. ?) nach einem Gewinn von 464,07 Mrd. ¥ im Vorjahr. Dies ist der höchste Verlust, den ein nicht zum Finanzsektor zählendes japanisches Unternehmen je erlitten hat. Bereits im April hatten der Telekom-Konzern und seine Mobilfunktochter NTT DoCoMo vor dem Ergebniseinbruch gewarnt und diesen mit Sonderbelastungen im Zuge größerer Personalveränderungen sowie Wertverlusten bei ausländischen Beteiligungen begründet. Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Jahr auf 11,68 Bill. ¥ nach 11,41 Bill. ¥ im Vorjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr, das bis März 2003 läuft, stellte NTT eine deutliche Erholung in Aussicht. Der Konzern rechnet mit einem konsolidierten Nettogewinn von 361 Milliarden ¥ bei 11,97 Bill. ¥ Umsätzen. NTT-Aktien waren vor Veröffentlichung der Zahlen gegen den Markttrend mit einem Abschlag von 1,45 Prozent bei 477 000 ¥ aus dem Handel gegangen.

Der frühere staatliche Monopolist NTT war in den vergangenen Jahren im Ausland auf Expansionskurs gegangen, um mit Akquisitionen das langsamere Wachstum im Inland auszugleichen.

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