Wegen Konjunkturabschwung
Volvo-Chef kündigt Stellenabbau an

Der schwedische Lkw-, Bus-, Baumaschinen- und Motorenhersteller Volvo wird wegen der Konjunkturabschwächung in Europa Arbeitsplätze abbauen. Das sagte Volvo-Chef Leif Johansson dem Handelsblatt. "Was Europa betrifft, müssen wir im zweiten Quartal dieses Jahres auch Stellen streichen", sagte er. Johansson geht von einer 10 %igen Nachfrageabschwächung vor allem bei Lkw, Bussen und Baumaschinen aus.

hst/HB STOCKHOLM. "Die Hauptursache für diese Entwicklung liegt am schwachen deutschen Markt", erklärte Johansson. "Wir sind nicht so stark auf dem deutschen Markt vertreten und deshalb nicht so betroffen." Er nannte keine Einzelheiten zu den bevorstehenden Stellenstreichungen. Nach dem Nachfrageeinbruch auf dem nordamerikanischen Lkw-Markt glaubt der Volvo-Chef nun an eine Erholung Ende diesen oder Anfang kommenden Jahres. "Aus den USA gibt es keine weiteren schlechten Nachrichten", sagte Johansson.

Zufrieden zeigte sich der Volvo-Chef über die Integrationsarbeit nach der Volvo-Übernahme der Renault-Lkw-Tochter RVI und deren amerikanischen Lkw-Hersteller Mack. Ein erstes Resultat der Übernahme im vergangenen Jahr sei die Entwicklung eines neuen 16-Liter-Dieselmotors, der in Nutzfahrzeugen und als Industriemotor verwendet werden kann. Die Entwicklungskosten bezifferte Johansson auf 1,4 Mrd. Kronen (153 Mill. Euro).

Weitere Akquisitionen im Lkw-Sektor wollte Johansson nicht gänzlich ausschließen. "Ich glaube nicht, dass wir weitere große Nutzfahrzeughersteller erwerben können", erklärte er aber. Volvo hatte vor einem Jahr versucht, den einheimischen Lkw-Konkurrenten Scania zu übernehmen, wurde jedoch von den Wettbewerbshütern der Europäischen Union gestoppt.

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