Wegen SARS und Irak-Krise
Lufthansa-Jets fliegen fast leer nach Fernost

Die Lufthansa AG verzeichnet derzeit jede Woche einen Umsatzausfall von 50 Millionen Euro. Die Situation im Passagierverkehr sei ohne Übertreibung schlimmer als die meisten annehmen, sagte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley der Firmenzeitschrift "Der Lufthanseat".

vwd FRANKFURT. Gründe dafür seien neben der wirtschaftlichen Lage vor allem der Irak-Krieg und die Lungenkrankheit SARS. Die Kombination dieser drei Faktoren münde in eine Situation, die schlimmer sei als jene nach dem 11. September oder nach dem ersten Golfkrieg. Einen solch dramatischen Zusammenbruch in so kurzer Zeit habe es noch nie gegeben.

"Nach dem Ausbruch von SARS fliegen unsere Maschinen an manchen Tagen mit einer Auslastung von nur 25 Prozent nach Fernost", wird Kley zitiert. Auf den Asien-Strecken seien kurzfristige Stornierungen "unvorstellbar hoch". Dies zeige, wie ernst die Lage nicht nur für die Passage, sondern in Folge für alle Konzernsparten sei.

Lufthansa passe zwar die Kapazitäten dem Nachfrageeinbruch an, dies funktioniere aber nicht über Nacht. Voll wirksam würden die Maßnahmen Mitte Mai. Falls dies nicht ausreiche, würden die Kapazitäten noch weiter zurückgeführt. Zugleich stehe erneut das Thema Kosten auf der Tagesordnung, wobei auch bei den Personalausgaben "neue innovative Wege" gefragt seien. "Herkömmliches allein wird nicht ausreichen", heißt es. Zudem seien in den letzten Wochen ohnehin geplante Preiserhöhungen durchgesetzt worden. Damit sei das Unternehmen im aktuellen Wettbewerbsumfeld schon sehr weit gegangen, heißt es weiter.

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