Wegen Steinigung
Boykott gegen "Miss-World"-Wahl

Immer mehr Schönheitsköniginnen wollen aus Protest gegen die geplante Steinigung der Nigerianerin Amina Lawal nicht an der Wahl zur "Miss World" in Lagos teilnehmen.

HB/dpa KOPENHAGEN/REYKJAVIK/MADRID. Am Dienstag sagte "Miss Dänemark" den Wettbewerb ab. In der Kopenhagener Zeitung "Ekstra Bladet" begründete die 22- jährige Masja Juel ihren Entschluss zum Boykott damit, dass sie eine Teilnahme mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren könne. Auch die Organisatoren des Wettbewerbs "Miss Iceland" in Reykjavik erklärten am Dienstag ihren Verzicht.

Am selben Tag rief auch das spanische Parlament zum Boykott der Veranstaltung auf. Der Ausschuss für Frauenrechte appellierte am Dienstag in Madrid vor allem an die spanische Kandidatin Lola Alcocer, sich die Teilnehmerinnen aus anderen Ländern zum Vorbild zu nehmen und dem Wettbewerb fernzubleiben. Diese hält bislang aber daran fest, am 30. November über den Laufsteg zu schreiten.

Zuvor waren bereits Absagen aus Norwegen, Frankreich, Belgien, der Schweiz und der Elfenbeinküste bekannt geworden. Gleichzeitig gibt es heftige Proteste aus islamischen Ländern gegen das Finale wegen des Auftritts leicht bekleideter Frauen.

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