Wegen Umstelleung vom Dollar auf den Peso
Investoren verklagen Argentinien auf Schadenersatz

Ausländische Investoren und Unternehmen haben Argentinien einem Zeitungsbericht zufolge auf Schadenersatz in Höhe von 2,5 Mrd. Dollar verklagt. Hintergrund sei die Umstellung der Wirtschaft vom Dollar zurück auf den Peso vor eineinhalb Jahren.

HB/dpa BUENOS AIRES. Insgesamt zehn Klagen, darunter auch der Siemens AG, seien bei einem Tribunal der Weltbank anhängig, berichtete die Zeitung "Clarín" am Dienstag. Argentinien erholt sich gerade von der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte.

Die Unternehmen hätten Verluste geltend gemacht, weil der Peso seit Anfang 2002 um 65 % abgewertet worden sei, die Inflation seither 45 % betragen habe und ihnen zugleich eine Anhebung von Gebühren und Preisen untersagt worden sei. Die Unternehmen hatten in den 90er Jahren vor allem in Bereiche der öffentlichen Versorgung wie Wasserwerke, Kraftwerke und Erdgasverteilung investiert, als ein argentinischer Peso per Gesetz einen Dollar wert war.

Siemens habe wegen der Entziehung eines Vertrages zur Herstellung von Personalausweisen geklagt. Als weitere Kläger wurden die US-Unternehmen Enron, Azurix, CMS Gas und LG&E Energy Corp. genannt. Der Unterstaatssekretär für Justizfragen im argentinischen Wirtschaftsministerium teilte mit, es seien noch 40 weitere Verfahren anhängig, die sich aber noch im Stadium der Verhandlung befänden. Weitere Klagen drohen dem verarmten südamerikanischen Land wegen Einstellung Schuldenbedienung bei privaten Gläubigern.

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