Wegen verbotener Euro-Rabatte
C&A zieht vor Bundesgerichtshof

Die Düsseldorfer Textilkette C&A lässt ihre Rabattaktion im Zuge der Einführung des Euro Anfang 2002 jetzt vom Bundesgerichtshof prüfen. Nach eingehender Prüfung der Urteilsgründe habe sich das Unternehmen entschieden, die Möglichkeit der Rechtsbeschwerde zu nutzen, teilte C&A am Freitag mit.

HB/dpa DÜSSELDORF. Das Landgericht wie auch das Oberlandesgericht Düsseldorf hatten zuvor die Rabatte untersagt und ein Ordnungsgeld von 400 000 Euro verhängt. Die Aktion sei eine verbotene Sonderveranstaltung gewesen, lautete die Begründung.

Zum Jahresanfang hatte C&A vier Tage lang jenen Kunden einen Preisabschlag von 20 % gewährt, die ihre Einkäufe mit einer EC- oder Kreditkarte bezahlten. Dadurch habe das Unternehmen die logistischen Probleme mit dem Nebeneinander zweier Währungen verringern und im Ergebnis für die Kunden geringere Wartezeiten an den Kassen erreichen wollen, erklärte Firmensprecher Thorsten Rolfes. Konkurrenten legten Beschwerde ein.

Der Fall biete Anlass, grundsätzlich über die Frage zu entscheiden, ob die Ausnahmen vom Sonderveranstaltungsverbot nicht ausgeweitet werden sollten. Bislang gehören hierzu nur Schluss- und Jubiläumsverkäufe. Nach Ansicht von C&A sollte die Euro-Einführung ebenso bewertet werden.

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