Wegen Verdachts auf Insiderhandel an der Börse: Kim Schmitz in München festgenommen

Wegen Verdachts auf Insiderhandel an der Börse
Kim Schmitz in München festgenommen

Der von Thailand ausgelieferte Münchner Internet-Unternehmer Kim Schmitz ist am Dienstagmorgen bei seiner Ankunft auf dem Münchner Flughafen verhaftet worden.

ap MÜNCHEN. Der Haftbefehl wegen Verdachts auf Insiderhandel an der Börse war in etwa zeitgleich mit dem Verschwinden des angeblichen ehemaligen Millionärs erlassen worden. Schmitz wurde am Montag 28 Jahre alt.

Schmitz kam gegen 7.40 Uhr in München an und wurde verhaftet, wie der Leiter der Staatsanwaltschaft München I, Manfred Wick, sagte. Noch am Morgen sollte er dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Schmitz war am Freitag auf Ersuchen der deutschen Botschaft in Thailand festgenommen worden. Er wurde mit einer Lufthansa-Maschine nach Frankfurt am Main gebracht und anschließend nach München.

Der ehemalige Computer-Hacker mit dem Spitznamen "Dr. Kimble" wurde als IT-Sicherheitsberater und Unternehmer zu einem Star der New Economy. Er beteiligte sich Anfang 2001 mit seiner Kimvestor AG an der Rettung des Internet-Schnäppchenjägers LetsBuyIt.com. Dort soll er den Aktienkurs künstlich in die Höhe getrieben haben.

Unabhängig davon liegt gegen Schmitz ein Strafbefehl wegen Kapitalanlagebetrugs vor. Er soll 90 Tagessätze à 153 ? zahlen. Sein Verschwinden aus Deutschland hatte er vor wenigen Tagen in einem RTL-Interview aus Bangkok damit erklärt, dass Geldverleiher ihm angedroht hätten, ihn umzubringen.

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