Wegen zu hoher Gebühren
Milliardenklage gegen Visa und MasterCard

Den US-Kreditkartenfirmen Visa und MasterCard droht eine milliardenschwere Kartellklage großer Einzelhändler.

dpa NEW YORK. Dabei könnten auf beide Firmen Entschädigungen von mehr als 39 Milliarden Dollar zukommen. Diese Summe gehe aus einem Schriftverkehr zwischen Anwälten und dem obersten amerikanischen Bundesgericht hervor, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe.

Die Klage von Wal-Mart, Sears, Roebuck und Safeway gegen die Großbanken, denen Visa und Mastercard gehören, werde in einem Gericht in Brooklyn (New York) vorbereitet. Beide Seiten streiten darum, ob Visa und Mastercard die Einzelhändler zwingen können, ihre "Debit-Karten"-Marken zu akzeptieren, die viel höhere Abrechnungsgebühren für den Einzelhandel haben als konventionelle Debit-Karten.

Bei Debit-Karten wird - wie etwa bei der ec-Karte - der Rechnungsbetrag direkt vom Bankkonto des Kartenbesitzers abgezogen.

Die Kreditkartenfirmen hatten die Zulassung von Visa - und MasterCard-Kreditkarten an die Bedingung gekoppelt, dass die Einzelhändler auch deren Debit-Karten akzeptieren. Die Einzelhändler monieren aber, dass bei der Verwendung dieser Karten Gebühren von 1,49 Dollar je 100 Dollar Rechnungsbetrag anfallen, gegenüber 9 Cent bei anderen Debit-Karten.

Dem Bericht zufolge ist es aber unwahrscheinlich, dass Visa und Mastercard 39 Milliarden Dollar tatsächlich zahlen müssen. Wahrscheinlicher sei ein Vergleich, bei dem es um eine Zahlung von mehreren Milliarden Dollar geht.

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