Wegwerf-Handys
Kommentar: Noch mehr Kommunikationsmüll

Jetzt gibt?s also Wegwerf-Handys. Erfunden von einer amerikanischen Dame, die vor lauter Wut am liebsten ihr teueres Telefon aus dem Autofenster geworfen hätte. Ihre Erfindung sieht aus wie eine Kreditkarte, mit der man telefonieren kann. Auch eine kalifornische Firma hofft auf das große Geschäft mit den "Phone-Card-Phones". Bis zu zwei Stunden kann man auf ihnen telefonieren. Und nach Gebrauch gibt?s einen Haufen Mikroelektronik-Müll.

Als ob es nicht schon genug Probleme machen würde, den aktuellen Mobil-Telefon-Schrott zu entsorgen. Fast 50 Millionen Handys gibt es mittlerweile in Deutschland, Tendenz steigend. Was mit den Dingern passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, darüber zerbrechen sich Experten den Kopf.

Dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung zufolge kamen zuletzt pro Jahr etwa 140 000 Tonnen Kommunikationstechnik-Schrott zusammen. Bislang machen Handys nur einen geringen Anteil aus - der dürfte in Zukunft aber steigen. Naturschützer wünschen sich, dass die Mobil-Telefone über den Handel zurückgenommen werden, um zu verhindern, dass sie einfach im Hausmüll landen. Auch Motorola und Nokia wollen in diese Richtung gehen, die vermutlich die Umweltverträglichste wäre.

Die Erfindung von Wegwerf-Handys lassen solche Ambitionen zur Farce werden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Geräte nicht durchsetzen.

Das Wegwerf-Handy aus dem Supermarkt

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