Weiber stürmen Rathäuser
Das Ende vieler Schlipse

In den rheinischen Karnevalshochburgen hat das wilde Treiben auf den Gassen begonnen. Traditionell haben die "Weiber" die Rathäuser gestürmt und die Macht übernommen.

dpa KÖLN/DÜSSELDORF. Die wilden Weiber sind an der Macht: Pünktlich um 11.11 Uhr hat am Donnerstag der Straßenkarneval in Deutschland begonnen. Mit Scheren bewaffnete Frauen stürmten in den rheinischen Karnevalshochburgen Rathäuser und Chefetagen. Den Männern ging es dabei an Schlips und Kragen. Auch das Wetter spielte mit, zwischen dunklen Wolken blitzte zeitweise die Sonne hervor.

Auf dem Alter Markt in Köln feierte eine wogende Menschenmenge mit Kölsch und Küsschen. Auch in Düsseldorf eroberten johlende und tanzende Frauen das Rathaus. Grell geschminkte Hexen und Teufelchen waren außer Rand und Band - und präsentierten auf dem Rathausbalkon die abgeschnipselte Krawatte von Oberbürgermeister Joachim Erwin.

Die ersten Parlamentarier waren am Vormittag in Berlin zur großen Weiberfastnachtssause der Bundestagsverwaltung unterwegs. Auch in den neuen Ländern machten Narren in schrillen Kostümen die Straßen unsicher.

Weiberfastnacht gilt zumindest in den rheinischen Karnevalshochburgen als "ungesetzlicher Feiertag". Die meisten Büros haben geschlossen. Bis zum Karnevalsdienstag führen die Jecken das Regiment.

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