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Weinender Maradona beklagt sich über Ausreiseverbot

Der frühere argentinische Fußballstar Diego Maradona hat sich bitter über das von einem Richter verhängte Ausreiseverbot beklagt.

dpa BUENOS AIRES. Der frühere argentinische Fußballstar Diego Maradona hat sich bitter über das von einem Richter verhängte Ausreiseverbot beklagt.

"Ich verliere durch K.o. gegen einen untätigen Richter", sagte er unter Tränen in einem Interview des argentinischen Senders "canal 9". Der 43-Jährige ist zur Behandlung seiner Drogensucht seit drei Monaten in einer psychiatrischen Klinik bei Buenos Aires untergebracht, die er aber unbedingt verlassen und nach Kuba zurückkehren will. "Ich bin in einem Schweinestall, aus dem ich schon längst hätte raus sein sollen. Ich kann nicht mehr", klagte Maradona, der durch Drogenkonsum wiederholt nur knapp dem Tod entgangen war.

"Ich bin nicht das Monster, als das man mich darstellen will", sagte Maradona fast flehend. "Ich bin 43 Jahre alt. Ich habe das Alter und die Fähigkeit, mein Leben selbst zu entscheiden", fügte er hinzu. Seine Familie hatte jedoch vor Monaten nach einem weiteren lebensgefährlichen Zusammenbruch eine Rückkehr zu einer Entziehungskur auf Kuba gerichtlich stoppen lassen.

Eingezwängt in einen blauen Anzug mit feinen weißen Streifen sowie mit Schlips und Kragen wirkte Maradona zwar immer noch stark übergewichtig, aber wesentlich gefasster und konzentrierter als bei früheren Interviews. Seine Drogensucht bezeichnete er als "schwersten Fehler" seines Lebens und räumte Angst vor dem Tod ein. "Ich fürchte mich davor, dass der Bärtige (Gott) mir sagt, dass ich zu gehen habe."

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