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Weinreben in Steillagen zunehmend von Schwarzholzkrankheit befallenDPA-Datum: 2004-07-03 13:50:59

Bernkastel-Kues (dpa) - Die so genannte Schwarzholzkrankheit hat in mehreren deutschen Anbaugebieten die Weinreben befallen. An Mosel, Mittelrhein und Nahe sowie im baden-württembergischen Ortenau sind nach Untersuchungen von Wissenschaftlern Weinstöcke erkrankt.

Bernkastel-Kues (dpa) - Die so genannte Schwarzholzkrankheit hat in mehreren deutschen Anbaugebieten die Weinreben befallen. An Mosel, Mittelrhein und Nahe sowie im baden-württembergischen Ortenau sind nach Untersuchungen von Wissenschaftlern Weinstöcke erkrankt.

«Besonders stark betroffen sind die wertvollen Steillagen, bei denen teilweise 20 bis 30 Prozent der Reben mit der Vergilbungskrankheit angesteckt sind», sagte der Biologe Michael Maixner in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Trier.

Nach jahrelanger Forschung sei inzwischen klar, dass eine Zikade aus Südosteuropa für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich ist. Maixner, Leiter des Instituts für Pflanzenschutz im Weinbau in Bernkastel-Kues, hat zu dem Thema eine Forschungsarbeit vorgelegt. «Krankheitserreger sind Bakterien, so genannte Phytoplasmen, die Zikaden in ihren Speicheldrüsen tragen und beim Saugen an den Reben auf die Pflanze übertragen», erklärt der Forscher, dessen Institut zur Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft gehört.

Typisch bei einer Infektion sind gelbe und rote Verfärbungen der Blätter. Junge Rebpflanzen können bei Befall ganz absterben, weil eine Verholzung der Rebe verhindert wird und so der Stamm im Winter erfriert. Der dann sichtbar verfaulte schwarze Stamm hat der Schwarzholzkrankheit den Namen gegeben. Bei älteren Pflanzen gibt es nach Darstellung Maixners Ernteeinbußen bis zur Hälfte des üblichen Trauben-Ertrags.

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