Weishaupt nutzt Slowenien als Drehscheibe für seine Aktivitäten in Südosteuropa
„Die Jugend bleibt, denn Europa kommt“

Henrik Dvorsak kennt das frühere Jugoslawien wie seine Westentasche. Er weiß, worauf es ankommt, wenn man in Kroatien, Bosnien, Serbien, Montenegro oder gar im Kosovo Geschäfte machen will. Die Unterschiede in den Mentalitäten seien gewaltig, betont er. Seine Kontakte zu Managern und Politikern gehen nicht selten auf die Zeit zurück, als diese Staaten noch Teilrepubliken Jugoslawiens waren. Diese intime Kenntnis der Region war ein Grund dafür, dass die deutsche Weishaupt-Gruppe Dvorsak Ende 1991 zum Leiter ihres slowenischen Tochterunternehmens machte.

CELJE. In der Chefetage des renommierten Herstellers von Brennern sowie Heiz- und Solarsystemen im schwäbischen Schwendi entschied man sich für Slowenien als Standort, weil dieses Land nach dem Zerfall Jugoslawiens die stabilsten politischen Perspektiven aufwies. Angesichts der scharfen nationalen Konflikte etwa zwischen Serben und Kroaten oder Mazedoniern und Albanern ist es gerade für Slowenen unkomplizierter, auf dem westlichen Balkan als Geschäftsleute aufzutreten. Vertrieb, Service und Kundenberatung lassen sich besser von Slowenien aus organisieren. Auch andere deutsche Unternehmen wie etwa die Stihl-Gruppe sind diesen Weg gegangen.

Die Weishaupt-Gruppe hatte schon Mitte der sechziger Jahre begonnen, ihre Produkte im damaligen Jugoslawien und in Südosteuropa zu verkaufen. Im Dezember 1991 wurde dann die Weishaupt d. o. o. als hundertprozentiges Tochterunternehmen gegründet. Dieses verfügt seit Mai 2001 über ein modernes Gebäude im slowenischen Celje, das auch ein großes Lager und Räume für die Schulung von Außendienstmitarbeitern umfasst. Die in Deutschland hergestellten Produkte werden hier angeliefert und dann an die jeweiligen Zielorte in der Region gebracht. Wichtigstes Transportmittel seien Lkw, berichtet Dvorsak.

Das Engagement in Slowenien hat sich bezahlt gemacht. Inzwischen verfügt Weishaupt bei Brennern für Großanlagen von Industrieunternehmen und städtischen Versorgern auf dem Gebiet des früheren Jugoslawiens über einen Marktanteil von gut 80 %. In diesem Jahr, so Dvorsak, wolle sein Unternehmen auf einen Gesamtumsatz von etwa 4,8 Mill. Euro kommen. Davon entfielen auf Slowenien und Kroatien 2 Mill. bzw. 1,7 Mill., auf Serbien-Montenegro 600 000 und der Rest auf Bosnien-Herzegowina und Mazedonien.

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