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Weiss: Neubau der «Topographie des Terrors» muss realistisch seinDPA-Datum: 2004-07-08 08:46:05

Berlin (dpa) - Der Neubau des Berliner Dokumentationszentrums «Topographie des Terrors» wird nach den Worten von Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) «funktionell und zurückhaltend» sein.

Berlin (dpa) - Der Neubau des Berliner Dokumentationszentrums «Topographie des Terrors» wird nach den Worten von Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) «funktionell und zurückhaltend» sein.

«Unser gemeinsames Ziel mit der Stiftung ist es, dass realistischer geplant wird und der authentische Ort bewahrt bleibt», sagte Weiss in einem dpa-Gespräch anlässlich eines ganztägigen Symposiums an diesem Freitag über die künftige Gestaltung der «Topographie des Terrors». Der Neubau wird vom Bund und Berlin getragen.

Das Symposium solle Klarheit darüber schaffen, «was der eigentliche Bedarf ist, was wir an diesem authentischen Täterort brauchen, um den Anspruch an ein zeitgeschichtliches Dokumentationszentrums über die NS-Verbrechen angemessen und würdig erfüllen zu können».

Gleichzeitig betonte die Staatsministerin, dass die «Stiftung Topographie des Terrors» von Beginn an in vollem Umfang in das Bauverfahren einbezogen werde, auch wenn der Bund der Bauherr sei. Hierauf habe sie sich schon aus bautechnischen Gründen mit dem Berliner Kultursenator Thomas Flierl und der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer verständigt. «Es wird aber keine Entscheidungen gegen die Stiftung geben, und wir werden nichts gegen sie durchsetzen», versicherte Weiss, die auf ihr «gutes Einvernehmen» mit Stiftungsdirektor Andreas Nachama verwies. Nachama hatte ebenso wie Senator Flierl dafür plädiert, die Stiftung als Bauherren einzusetzen.

Da die Stiftung keine eigene Bauabteilung habe, müsse die Realisierung vom Bund gesteuert werden. Im August soll auf einer weiteren Fachtagung zunächst eine Bilanz des Symposiums gezogen werden, bevor dann im September die politische Entscheidung über die Ausschreibung zum Architekturwettbewerb fällt. Bereits im Oktober soll das Ausschreibungsverfahren beginnen. Der Baubeginn ist für 2006 geplant, die Fertigstellung für 2008.

Berlin bemüht sich unterdessen immer noch um eine Einigung mit dem Schweizer Architekten Peter Zumthor, dessen komplizierter Entwurf nach jahrelangem Gezerre und Stillstand auf der Baustelle nun nicht mehr verwirklicht werden soll.

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