Weiter an Übernahme von Vivendi-Sparte interessiert
Liberty ist noch lange nicht satt

Der US-Medienkonzern Liberty Media hat nach den Worten von Konzernchef John Malone auch nach der Mrd. schweren Übernahme des Einkaufssenders QVC Interesse an der Unterhaltungssparte von Vivendi Universal.

Reuters SUN VALLEY. "Wir sprechen weiter mit ihnen und wir bleiben interessiert", sagte Malone am Donnerstagabend am Rande einer Konferenz von Medienmanagern in Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho. Es sei aber noch viel zu früh, einen Favoriten in dem Bieterverfahren um Vivendi Universal Entertainment (VUE) auszumachen. Einige Experten hatten Liberty Media bereits als den Bieter mit den besten Chancen für den Erwerb des Geschäfts, zu dem das Filmstudio Universal, mehrere TV-Kabelkanäle und Freizeitparks gehören, ausgemacht.

Doch dann hatte Liberty den Erwerb von 57,5 % an QVC für 7,9 Mrd. Dollar vereinbart, was Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns, einen weiteren Milliarden-Deal zu stemmen, geweckt hatte. Malone trat dem nun entgegen: "Die QVC-Transaktion hat unsere finanziellen Fähigkeiten überhaupt nicht verringert, sondern vergrößert. Wir kaufen ein Unternehmen mit fast einer Milliarde Dollar an Cash Flow."

Der französisch-amerikanische Vivendi-Konzern will seine Unterhaltungssparte verkaufen, um mit dem Verkaufserlös seinen Schuldenberg von rund 14 Mrd. ? zu reduzieren. Im Rennen sind neben Liberty noch vier weitere Bieter - der US-Medienkonzern Viacom, der zu General Electric gehörende TV-Sender NBC, das Studio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) und der frühere Universal-Eigentümer Edgar Bronfman. Eine Entscheidung soll im September fallen.

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