Weiter auf der Suche nach strategischem Partner
Fristverlängerung für Fairchild Dornier

Die Entscheidung über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Flugzeughersteller wird voraussichtlich erst in zwei Monaten fallen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Braun habe eine Fristverlängerung bis zum 17. Juni beantragt, sagte Insolvenzrichter Franz Schelle am Freitag in Weilheim und bestätigte damit einen Bericht des "Münchner Merkur".

dpa MÜNCHEN/WEILHEIM. Das Unternehmen mit insgesamt 4300 Mitarbeitern und Sitz in Oberpfaffenhofen bei München hatte Anfang April Insolvenzantrag gestellt. In Deutschland hat Fairchild Dornier 3 600 Beschäftigte.

Braun stellte aber klar, dass es sich bei dem Antrag auf Fristverlängerung um einen Routine-Vorgang gehandelt habe. Die ursprüngliche Frist sei relativ knapp bemessen gewesen. "Aus diesem Routinesachverhalt können keinerlei Schlussfolgerungen für die Entwicklung des Verfahrens oder ähnliches gezogen werden", sagte er. Die Fortführung des Unternehmens gestalte sich "völlig unauffällig". "Die Mitarbeiter sind engagiert und konzentriert mit der Produktion und Fortführung der laufenden Geschäfte befasst."

Bis zum Ablauf der Frist muss Braun ein Gutachten erstellen. Auf dieser Grundlage entscheidet das Gericht, ob es zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kommt. Bis dahin wird das Unternehmen zunächst mit Hilfe der Banken am Leben erhalten. Sie hatten Fairchild Dornier für die unmittelbar anstehenden Zahlungsverpflichtungen zunächst 20 Mill. $ überwiesen.

Insgesamt wollen die Bayerische Landesbank, die staatliche Förderbank KfW und die Hypo-Vereinsbank dem Unternehmen für die kommenden Monate 90 Mill. $ (102 Mill. Euro) als so genannten Massekredit zur Verfügung stellen. Für einen Teil wollen Bayern und der Bund bürgen.

Um langfristig überleben zu können, braucht Dornier aber einen strategischen Partner. Fairchild Dornier zählt zu den drei größten Regionalflugzeugherstellern der Welt. Die Geschäftsführung hatte den Insolvenzantrag vor allem mit den Auswirkungen der Terroranschläge in den USA sowie eines massiven Preiskampfs in der Flugzeugbranche begründet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%