Weiter auf solidem Kurs
Microsoft macht 1,53 Milliarden Dollar Gewinn

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal auch dank seiner kräftig nachgefragten Büroanwendungen Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

Reuters SEATTLE. Für das neue Geschäftsjahr sagte Microsoft am Donnerstag nach US-Börsenschluss ein weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum voraus. Analysten bezeichneten die Prognosen als respektabel. Der Konzern nannte zudem Verkaufszahlen für seine Spielkonsole Xbox im Rahmen der eigenen Prognosen. Nachbörslich gab die Microsoft-Aktie nach.

Der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsquartal habe 1,53 Milliarden Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie betragen nach 65 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der in Redmond im US-Bundesstaat Washington ansässige Konzern mit, der vor allem durch seine Windows-Betriebssysteme und die Office-Büroanwendungen bekannt ist. Der Umsatz sei binnen Jahresfrist auf 7,25 Milliarden Dollar von zuvor 6,6 Milliarden Dollar gestiegen.

Vor Sonderbelastungen durch Beteiligungsabschreibungen lag der Gewinn bei 0,43 Dollar je Aktie und damit einen Cent über den durchschnittlichen Erwartungen der von Thomson First Call befragten Analysten. Diese hatten zudem mit einem Umsatz von nur 7,06 Milliarden Dollar gerechnet.

"Wir freuen uns, dass der Umsatz im abgelaufenen Quartal höher ausfiel als von uns erwartet", sagte Microsoft-Finanzchef John Connors der Nachrichtenagentur Reuters. Der Absatz des neuen Betriebssystems Windows XP verlaufe robust ebenso wie der Software-Verkauf an Unternehmen.

Für das laufende Quartal bis Ende September erwartet Microsoft eigenen Angaben nach einen Gewinn je Aktie von 42 oder 43 Cent bei einem Umsatz von 7,0 Milliarden bis 7,1 Milliarden Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Mitte 2003 werde der Gewinn voraussichtlich bei 1,85 bis 1,91 (Vorjahr 1,41) Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 31,4 Milliarden bis 32,0 (Vorjahr 28,4) Milliarden Dollar liegen.

Diese Prognosen ließen sich sehen, sagten Analysten. Gleichwohl zeige der Ausblick, dass Microsoft als mittlerweile reiferes Unternehmen nicht mehr so stark wachse. Mitte der 90er Jahre hatte der Software-Riese im Durchschnitt Wachstumsraten von fast 38 Prozent gezeigt.

Für seinen jüngsten Hoffnungsträger, die Multimedia-Spielkonsole Xbox nannte der Konzern einen Absatz von 3,9 Millionen Stück bis Ende Juni und lag damit im oberen Bereich seiner zuvor allerdings gesenkten Prognose. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen noch erwartet, 4,5 Millionen bis 6,0 Millionen des auf den Konsumenten-Markt ausgerichteten Spielcomputers zu verkaufen.

Im nachbörslichen Instinet-Handel fielen Microsoft-Aktien auf 50,60 Dollar, nachdem sie den Nasdaq-Handel zuvor mit einem Minus von 1,71 Prozent bei 51,11 Dollar verlassen hatten.

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