Weiter Gespräche mit Commerzbank
Breuer dementiert Zeitungsbericht über Fusion mit Barclays

Die Deutsche Bank verhandelt nach Worten ihres Vorstandssprechers Rolf Breuer nicht über eine Fusion mit der britischen Barclays Plc. "Wir führen keine Fusionsgespräche mit der Barclays-Bank", sagte Breuer am Montag am Rande einer Konferenz in Frankfurt. Damit widersprach Breuer einem Zeitungsbericht vom Wochenende.

Reuters FRANKFURT. Breuer sagte außerdem, zur Strategie der Deutschen Bank gehöre es, beispielsweise weiterhin mit der Commerzbank über das beiderseitige Hypothekenbank-Geschäft zu verhandeln. Beim Investmentbanking arbeite die größte Bank Deutschlands daran, eine führende globale Position zu bewahren. Darüber hinaus solle das Privatkundengeschäft gestärkt werden. Zu Geschäftszahlen für das dritte Quartal wollte sich Breuer nicht äußern.

Die "Welt am Sonntag" hatte ohne nähere Details berichtet, die Deutsche Bank stehe in intensiven Verhandlungen mit Barclays. Bankenkreise hatten dies bereits am Wochenende zurückgewiesen. In dem Zeitungsbericht hatte es geheißen, die Deutsche Bank müsse einem möglichen Zusammengehen von Commerzbank und der italienischen Unicredito etwas entgegensetzen. Die erneuten Gerüchte über eine Fusion mit Unicredito kommentierte die Commerzbank bislang nicht.

Mit Blick auf die Commerzbank sagte Breuer: "Es ist bekannt und weiter auch der Fall, dass wir mit der Commerzbank zum Beispiel über unser beiderseitiges Hypotheken-Bank-Geschäft sprechen... dies ist Teil unserer Strategie." Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hatte Anfang Juli angekündigt, mit der Deutschen und der Dresdner Bank über eine mögliche Fusion der drei Hypothekentöchter Verhandlungen aufzunehmen.

Keine Angaben zur weiteren Geschäftsentwicklung

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank sagte weiter, das Investmentbanking-Geschäft von Deutschlands größtem Geldhaus ausbauen und das Privatkunden- Geschäft stärken zu wollen. "Ich denke, dass wir weiter behutsam und mit aller Vorsicht daran arbeiten, beim Investmentbanking eine führende globale Position zu bewahren, wenn nicht gar auszubauen. Die Chancen dazu stehen gut", sagte Breuer. Im Hinblick auf das Privatkundengeschäft, das nach früheren Aussagen Breuers zum zweiten Standbein der Bank werden soll, räumte der Vorstandssprecher Rückschläge in den ersten beiden Quartalen ein. Diese Entwicklung sei durch die Marktschwäche bedingt. Insgesamt fühle sich die Bank in diesem Geschäftsbereich aber auf einem guten Weg.

Über Zahlen zur Geschäftsentwicklung der Deutschen Bank im dritten Quartal dieses Jahres wollte Breuer nichts sagen. Anfang August hatte das Institut mitgeteilt, im zweiten Quartal 2001 vor allem wegen der Abschwächung der Weltwirtschaft und der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten weniger verdient zu haben als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn nach Steuern war im zweiten Vierteljahr um rund 49 % auf 1,425 Mrd. Euro zurückgegangen.

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